Paratuberkulose

Schottische Hochlandrinder

Die Paratuberkulose auch "Johne`sche Krankheit" ist eine chronische, unheilbare und wirtschaftlich weltweit bedeutsame Darmentzündung der Wiederkäuer.

Die bedeutsamste Verbreitung innerhalb eines Bestandes stellt die Übertragung vom Rind zu Kalb dar. Von der Infektion bis zum klinischen Ausbruch der Paratuberkulose können zwei bis vier Jahre vergehen. Die klinisch erkrankten Tiere bekommen unstillbare Durchfälle ohne Störung des Allgemeinbefindens.

Zur Unterbrechung dieser Übertragungswege sind hygienische Maßnahmen im Betrieb, insbesondere bei der Haltung und der Fütterung der Kälber erforderlich. Dabei ist besonders auf die Geburtshygiene und das Güllemanagement (keine Ausbringung auf Weideflächen) zu achten.

Die Diagnostik der Paratuberkulose ist schwierig. In Bekämpfungsprogrammen, wie sie auch die NDS. Tierseuchenkasse anbietet, sind kombinierte Untersuchungen von Blut- und Kotproben vorgesehen.

In Problembeständen sollten Sanierungsmaßnahmen eng zwischen dem Tierhalter, dem Haustierarzt und dem zuständigen Veterinäramt abgestimmt werden.


Betriebe, die dem 3-jährigen Bekämpfungsprogramm der NDS. Tierseuchenkasse angeschlossen sind, erhalten für die Ausmerzung von positiven Tieren eine Beihilfe.

Ein entsprechender Antrag und auch das Formular für den Beitritt zum Bekämpfungsprogramm können im Amt für Veterinärwesen und Lebensmittelüberwachung angefordert werden.

Voraussetzung für die Gewährung einer Beihilfe ist die Vorlage einer Schlachtbescheinigung sowie die regelmäßige Durchführung von Untersuchungen.