Tierarzneimittel

Spritze

Arzneimittelanwendung bei Tieren

Spritze

In Zeiten großer Bedeutung des Verbraucherschutzes spielt die lückenlose Rückverfolgbarkeit von Arzneimittelanwendungen bei Tieren, die der Gewinnung von Lebensmitteln dienen (u. a. auch Geflügel, Fische, Bienen, Pferde) eine erhebliche Rolle.

Um diese Rückverfolgbarkeit zu gewährleisten, wurden die Verordnung über tierärztliche Hausapotheken (für praktizierende Tierärzte) und für die Dokumentationspflicht der Tierhalter die Verordnung über Nachweispflichten für Arzneimittel, die zur Anwendung bei Tieren bestimmt sind, erlassen. Jeder praktizierende Tierarzt und jeder Tierhalter ist durch diese Verordnungen zur Aufzeichnung verpflichtet.

Zur Dokumentation wird das sogenannte Bestandsbuch über die Anwendung von Arzneimittel geführt. Dieses muss mindestens folgende Angaben enthalten:

  • Anzahl, Art und Identität der Tiere (Ohrmarke),
  • Standort der/des Tiere(s) zum Zeitpunkt der Behandlung in der Wartezeit,
  • Arzneimittelanwendung, Nr. des tierärztlichen Anwendungs- und Abgabebelegs
  • Datum der Anwendung
  • Art der Verabreichung und verarbreichte Menge des Arzneimittels
  • Wartezeit in Tagen
  • Name der anwendenden Person
  • Unterschrift

Die Aufzeichnungen sind mindestens 5 Jahre lang aufzubewahren.

In der Praxis hat sich bei der Rinderhaltung der von der Landesvereinigung der Milchwirtschaft e. V. in Zusammenarbeit mit dem Bundesverband praktischer Tierärzte e. V. (BPT) herausgegebene Ordner bewährt. Dieser Ordner kann über die Molkereien oder direkt bei der Landesvereinigung bezogen werden.