Berufseinstiegsschule

Berufseinstiegsschule

Diese neue Schulform umfasst das Berufsvorbereitungsjahr (BVJ) und die Berufseinstiegsklasse (BEK). Im BVJ steht die individuelle Förderung mit einzelfallbezogener Zielsetzung im Vordergrund, in der BEK ist das gemeinsame Ziel der Hauptschulabschluss bzw. die Verbesserung der Ausbildungsreife.

Berufsvorbereitungsjahr (BVJ)

Das BVJ ist eine berufliche Vollzeitschule und dauert ein Jahr. Die Schülerinnen und Schüler erhalten hier eine besondere Förderung, bevor sie eine andere berufliche Vollzeitschule besuchen, eine betriebliche Ausbildung beginnen oder eine Arbeit aufnehmen. Das BVJ soll den Schülerinnen und Schülern den Eintritt in das Berufsleben erleichtern und eine gezielte Orientierungshilfe bieten; deshalb bildet der fachpraktische Unterricht in zwei Berufsfeldern den Schwerpunkt, ergänzt durch fachtheoretischen und allgemein bildenden Unterricht.

Im Rahmen eines zusätzlichen besonders handlungsorientierten Förderkonzepts ist auch der Erwerb des Hauptschulabschlusses möglich.

Berufseinstiegsklasse (BEK)

Die BEK ist für Schülerinnen und Schüler vorgesehen, die aus einer Abschlussklasse der Sekundarstufe I kommen, aber keinen oder lediglich einen Hauptschulabschluss auf niedrigem Niveau erreicht haben. Inhaltliche Schwerpunkte sind hier die Fächer Deutsch, Mathematik und der berufsbezogene Lernbereich. Im Gegensatz zum BVJ gibt es einheitliche Vorgaben in Form von Rahmenrichtlinien, die sich an den Standards der Klasse 9 der Hauptschule orientieren.

Der gesamte berufsbezogene Unterricht konzentiert sich auf ein Berufsfeld und erfolgt in Form von inhaltlich und zeitlich abgegrenzten Lernbereichen, den sogenannten Qualifizierungsbausteinen. Die Schülerinnen und Schüler erhalten hier einen professionellen Einblick in Teilbereiche der praktischen Ausbildung.

Die BEK wird seit dem 1 August 2009 flächendeckend angeboten.