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Jugendschutz

Beim erzieherischen Jugendschutz handelt es sich um eine Vielzahl präventiver Maßnahmen, die vor allem den Bereich der Sucht und Gewaltprävention betreffen und in erster Linie an Schulen und Kindertagesstätten durchgeführt werden. Ein besonderes öffentliches Interesse liegt hierbei auf dem gesetzlichem Jugendschutz.

Unter dem Begriff gesetzlicher Jugendschutz sind alle Maßnahmen zusammengefasst die auf der Rechtsgrundlage des Jugendschutzgesetzes (JuSchG) dafür Sorge tragen das Kinder und Jugendliche in der Öffentlichkeit vor Alkohol und Tabakmissbrauch aber auch vor Medien mit jugendgefährdenden Inhalt schützen soll. Um den Bereich der Alters- und Zeitgrenzen für Jugendliche in öffentlichen Lokalen und die unkontrollierte Abgabe von Alkohol zu unterbinden sind vom Jugendamt (Jugendschützer) in Verbindung mit der Polizei und dem Ordnungsamt in den letzten Jahren umfangreiche Kontrollen in Diskotheken  und Gaststätten mit großem Erfolg durchgeführt worden. Diese Kontrollen werden auch weiterhin regelmäßig durchgeführt und haben insgesamt eine enorme Verbesserung der Verfahrensweise im Bereich der Alkoholabgabe und der Einlasskontrollen bewirkt.

Auch werden Supermärkte, Tankstellen und Kioske über das Jugendschutzgesetz informiert und auf die Abgabe von Tabak und Alkohol an Kinder und Jugendliche überprüft. Insgesamt sind in den letzten Jahren drastische Geldbußen an Betreiber und Pächter ergangen, die zu starkem Umdenken geführt haben. Ein weiterer Arbeitsschwerpunkt ist die Überwachung von Freigabebeschränkungen von jugendgefährdenden Medien wie Filmen und Videospielen. Hierzu werden u.a. Videotheken kontrolliert. Bei Neueröffnungen von sogenannten Automatenvideotheken werde zusammen mit den örtlichen Gewerbeämtern die technischen Voraussetzungen (Fingerprinter) o.ä. überprüft. In Spielhallen gehört die Einhaltung der Altersbeschränkungen ebenfalls zu unserem Aufgabengebiet.

Besonders wichtig ist es Kinder und Jugendliche aber auch Eltern und Pädagogen aufzuklären.

Hierzu ist es im Rahmen des Erzieherischen Jugendschutzes notwendig über Alkohol, Tabak  und Illegale Drogen zu informieren und Neuerungen im Jugendschutzgesetz bekannt zu machen. Hierzu können interessierte Schulen und Institutionen (Sportvereine, Jugendfeuerwehren usw.) den Jugendschützer einladen der dort über diese Themen referieren wird oder sich an Podiumsdiskussionen beteiligt. Zudem organisiert der Jugendschutz Foren und Projekte und ist inhaltlich bei vielen diesbezüglichen Projekten beteiligt.

Rechtsgrundlagen (Allgemein)

§§ 4 –13 Jugendschutzgesetz (JuSchG)