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alleiniges Sorgerecht

Kommt ein Kind außerhalb einer Ehe zur Welt, hat kraft Gesetzes grundsätzlich die Mutter das alleinige Sorgerecht. Damit obliegt ausschließlich ihr die Personen- und Vermögenssorge des Kindes.

Hiezu gehört u.a. die Vaterschaft und die Unterhaltsansprüche des Kindes zu klären und mit dem Vater des Kindes und anderen eventuell umgangsberechtigten Personen (z.B. Großeltern, Stiefelternteil, Pflegeeltern) Umgangsregelungen zu treffen bzw. das Besuchsrecht zur regeln.

Für Elternteile, denen das alleinige Sorgerecht gerichtlich zugesprochen wurde, dient das Gerichtsurteil als Nachweis über die Alleinsorge.

Eine nicht mit dem Vater verheiratete Mutter kann das alleinige Sorgerecht durch eine Negativbescheinigung nachweisen. Diese kann kostenfrei über das für Jugendamt am Geburtsort des Kindes, auch telefonisch, angefordert werden.

Das Jugendamt des Landkreises Aurich stellt Negativbescheinigungen für Kinder aus, die in den Städten und Gemeinden der Altkreise Aurich und Norden geboren wurden.

Die Negativbescheinigung bestätigt, dass zum Zeitpunkt der Ausstellung keine übereinstimmenden Sorgeerklärungen der Eltern des Kindes vorliegen.

Sofern die Mutter minderjährig ist, sind die besondere Vorschriften der gesetzlichen Vormundschaft zu beachten. Bei Fragen hierzu beraten wir Sie gerne.

Gebühren

Für die Negativbescheingiung fallen keine Kosten an.

Rechtsgrundlagen (Allgemein)

  • Bürgerliches Gesetzbuch (BGB)
  • Kinder- und Jugendhilfegesetz (KJHG)