Langjähriges Engagement für Demokratie, Toleranz und Vielfalt
Melanie Doden mit Bundesverdienstmedaille ausgezeichnet
Melanie „Melly“ Doden aus Südbrookmerland ist am Sonnabend mit der Verdienstmedaille des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland ausgezeichnet worden. Landrat Olaf Meinen überreichte die Auszeichnung im Namen des Bundespräsidenten und würdigte damit Dodens langjähriges und herausragendes Engagement gegen Diskriminierung und Ausgrenzung sowie für Demokratie, Toleranz und die Rechte der Queer-Community.
Im Rahmen einer Feierstunde im „Alten Sandhorster Krug“ hob Landrat Meinen hervor, dass sich Melanie Doden mit großem Mut und großer Beharrlichkeit für gesellschaftliche Vielfalt einsetze.
„Du engagierst dich seit vielen Jahren gegen Diskriminierung und Ausgrenzung und für Demokratie und Toleranz“,
sagte Meinen. Er bezeichnete Doden als „Vorbild und Pionierin“, die sich in besonderer Weise für die Belange queerer Menschen starkgemacht habe.
Besonders gewürdigt wurde unter anderem ihr Einsatz als Initiatorin des Christopher Street Day in Aurich, der 2014 auf den Weg gebracht wurde – als erster CSD in ganz Ostfriesland. Ebenso erinnerte Landrat Meinen an ihr Engagement im Zusammenhang mit der Benennung des Karl-Heinrich-Ulrichs-Platzes in Aurich, der an den in Aurich geborenen Vorkämpfer für die Rechte homosexueller Menschen erinnert.
Auch weitere Rednerinnen und Redner betonten die Bedeutung ihres Wirkens. Der Bürgermeister der Gemeinde Südbrookmerland, Thomas Erdwiens, bezeichnete Melanie Doden als „Inspiration für unsere Gemeinde“ und hob ihren unermüdlichen Einsatz für Gleichberechtigung hervor. Aurichs Bürgermeister Horst Feddermann würdigte sie als wichtige Anlaufstelle für queere Menschen, die Orientierung und Perspektive gebe. Der Bundestagsabgeordnete Johann Saathoff unterstrich ebenfalls die große gesellschaftliche Bedeutung ihres Engagements.
Sichtlich bewegt nahm Melanie Doden die Auszeichnung entgegen. In ihrer Dankesrede machte sie deutlich, dass sie ihr Wirken nicht als Einzelleistung versteht. Vielmehr sprach sie von einem „gut funktionierenden Familienunternehmen“ und dankte ihrer Familie, insbesondere ihrer Ehefrau Ingrid und ihrer Tochter Juna, ebenso wie vielen Mitstreiterinnen und Mitstreitern aus der Queer-Community, politischen Initiativen und den kommunalen Behörden für die langjährige Unterstützung.
Zum Abschluss fand Melanie Doden sehr persönliche Worte. Mit einem eindringlichen Versprechen an ihre Großmutter bekräftigte sie ihre Haltung für eine offene und demokratische Gesellschaft: Solange sie lebe, werde sie sich dafür einsetzen, dass Hass und Menschenfeindlichkeit keinen Platz mehr haben.



