Den Impfschutz im Blick
Gesundheitsamt bietet freiwillige Impfbuchkontrollen an.
Der Landkreis Aurich bietet auch in diesem Schuljahr wieder freiwillige Impfbuchkontrollen für Schülerinnen und Schüler der 6. Klassen an. Ziel ist es, mögliche Impflücken frühzeitig zu erkennen und Familien bei Bedarf auf eine ärztliche Beratung hinzuweisen.
Im Kindes- und Jugendalter stehen verschiedene Auffrischungs- und Nachholimpfungen an, unter anderem gegen Tetanus, Diphtherie, Keuchhusten, Kinderlähmung, Masern, Mumps, Röteln und Windpocken. Hinzu kommen die empfohlenen Impfungen gegen Humane Papillomviren (HPV) sowie für 12- bis 14-Jährige gegen Meningokokken ACWY.
Die Schulen informieren die Familien rechtzeitig über den jeweiligen Termin. Für die Kontrolle werden der Impfausweis oder eine vollständige Kopie sowie die unterschriebene Einverständniserklärung benötigt. Anschließend erhalten die Eltern in einem verschlossenen Umschlag eine individuelle Information zu möglicherweise fehlenden oder aufzufrischenden Impfungen. Ergänzend gibt es Hinweise zur Jugendgesundheitsuntersuchung J1. Die Impfbuchkontrolle ersetzt keine ärztliche Beratung. Impfungen werden in der Schule nicht durchgeführt, sondern können anschließend in der Kinder- oder Hausarztpraxis erfolgen.
Die Ständige Impfkommission (STIKO) empfiehlt die HPV-Impfung für Mädchen und Jungen im Alter von 9 bis 14 Jahren. Versäumte Impfungen sollen bis zum 18. Geburtstag nachgeholt werden.
Humane Papillomviren (HPV) zählen zu den häufigsten sexuell übertragbaren Erregern. Bestimmte HPV-Typen können langfristig verschiedene Krebserkrankungen verursachen. Die Impfung schützt vor den wichtigsten krebsauslösenden HPV-Typen. Sie sollte möglichst vor dem ersten sexuellen Kontakt erfolgen.
Seit Ende 2025 empfiehlt die STIKO allen Kindern und Jugendlichen im Alter von 12 bis 14 Jahren eine einmalige Impfung gegen Meningokokken der sogenannten Serogruppen A, C, W und Y. Versäumte Impfungen sollen bis zum 25. Geburtstag nachgeholt werden. Meningokokken sind Bakterien, die sich im Nasen-Rachen-Raum ansiedeln und auch von Menschen übertragen werden können, die selbst nicht erkranken. Besonders Jugendliche und junge Erwachsene weisen vergleichsweise häufig eine Besiedlung mit Meningokokken auf. Invasive Meningokokken-Erkrankungen sind zwar selten, können jedoch sehr schwer verlaufen. Möglich sind beispielsweise Hirnhautentzündungen oder Blutvergiftungen, die bleibende gesundheitliche Schäden verursachen und in einzelnen Fällen tödlich enden können.