Spatenstich für neue Rettungswache in Wiesmoor
Landkreis investiert rund vier Millionen Euro.
Mit dem ersten Spatenstich ist der Startschuss für den Neubau der Rettungswache in Wiesmoor gefallen. Rund vier Millionen Euro investiert der Eigenbetrieb Rettungsdienst in den Neubau, der die bisherige Wache in Spetzerfehn ersetzen wird.
Die dortigen Räumlichkeiten sind zu klein und entsprechen nicht mehr den heutigen Anforderungen. Mit dem Neubau in Wiesmoor entstehen deutlich bessere räumliche und technische Voraussetzungen für die Einsatzkräfte. Zugleich bietet der neue Standort Vorteile für die rettungsdienstliche Versorgung des Wiesmoorer Stadtgebietes.
Landrat Olaf Meinen hob am Donnerstag insbesondere die künftigen Arbeitsbedingungen für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter hervor.
Meinen erinnerte zugleich daran, dass der Wunsch nach einer neuen Rettungswache in Wiesmoor schon lange diskutiert werde. Dabei verwies er insbesondere auf den Wiesmoorer Johannes Kleen, der das Thema immer wieder angesprochen habe.
Kleen, SPD-Fraktionsvorsitzender im Auricher Kreistag, formulierte es mit einem Augenzwinkern:
Zugleich erinnerte er an den ehemaligen Rettungsdienstmitarbeiter Johann Saathoff, der über viele Jahre immer wieder auf die unzureichenden Bedingungen am bisherigen Standort hingewiesen habe.
Auch Wiesmoors Bürgermeister Sven Lübbers machte deutlich, dass die Rettungswache die Stadt schon lange beschäftigt.
Er freue sich besonders darüber, dass die Beschäftigten des Rettungsdienstes künftig einen modernen Arbeitsplatz erhalten. Der neue Standort sei zugleich sehr gut gewählt:
Rettungsdienst-Geschäftsführer Carl-Heinz Arends betonte die Bedeutung des Neubaus über Wiesmoor hinaus.
Auch bei den Beschäftigten sei die Vorfreude groß. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter freuten sich darauf, künftig in einer modernen und auf die Anforderungen des Rettungsdienstes zugeschnittenen Wache arbeiten zu können.
Die Planungen für den Neubau laufen seit 2024. Bauherr ist der Eigenbetrieb Rettungsdienst des Landkreises Aurich. Die Entwurfsplanung bis zur Bauantragsreife wurde durch das Technische Gebäudemanagement des Landkreises erarbeitet. Den zur Ausführung kommenden Entwurf entwickelten dort Saskia Kiemes und Marina Everts. Im Planungsprozess wurden mit erheblichem Aufwand verschiedene Lösungsvarianten geprüft.
Für die Ausführungsplanung, Ausschreibung und Bauleitung wurde das Ingenieurbüro Meyer aus Großefehn beauftragt. An der weiteren Fachplanung beteiligt sind außerdem die PHHT Partner GmbH aus Aurich für Statik und Tragwerksplanung, die Planungsbüro Brunen GmbH aus Heede für die Elektroplanung sowie die Vorpahl Ingenieure GmbH für Heizung, Lüftung und Sanitär.
Architektonisch ist die neue Rettungswache in zwei Baukörper gegliedert. Klinker und Stahl prägen die Gestaltung. Das Gebäude soll sich damit in die Umgebung einfügen und zugleich seine Funktion deutlich erkennen lassen. Besonderes Augenmerk wird auf Energieeffizienz und Nachhaltigkeit gelegt. Vorgesehen ist ein Energiestandard nach KfW 40. Das Ausschreibungsverfahren wurde im September eingeleitet. Mit dem Neubau erhält der Rettungsdienst einen zukunftsfähigen Standort mit modernen Arbeitsbedingungen und einer auf die Anforderungen des Einsatzbetriebes zugeschnittenen Infrastruktur.


