Abschluss der Lernwerkstatt im Landkreis Aurich: Kitas präsentieren Ergebnisse aus gemeinsamer Fortbildung

Mit einer gemeinsamen Abschlussveranstaltung im Europahaus endete am 23. Juni 2026 der erste Projektdurchlauf zur Lernwerkstattarbeit in Kindertagesstätten des Landkreises Aurich. Zehn Einrichtungen präsentierten dabei die Ergebnisse ihres rund eineinhalbjährigen Entwicklungsprozesses zur Einführung und Weiterentwicklung von Lernwerkstätten. Begleitet wurde dieser Prozess durch Fortbildungen, fachlichen Austausch und kontinuierliche Prozessbegleitung.

Im Mittelpunkt der Lernwerkstattarbeit steht ein modernes Bildungsverständnis, das die Interessen, Fragen und individuellen Lernwege der Kinder in den Fokus rückt. Pädagogische Fachkräfte übernehmen dabei die Rolle von Lernbegleitenden: Sie schaffen anregende Bildungsräume, greifen die Neugier der Kinder auf und unterstützen sie dabei, ihre Umwelt selbstständig zu entdecken und zu erforschen. Die Lernwerkstatt bietet vielfältige Möglichkeiten zum Ausprobieren, Experimentieren und forschenden Lernen. Eigene Fragen und Ideen der Kinder werden dabei zum Ausgangspunkt von Bildungsprozessen. Lernen wird als gemeinsamer Prozess verstanden, der vom Austausch, dem Entdecken von Zusammenhängen und dem Entwickeln neuer Ideen lebt.

Im Rahmen mehrerer Fortbildungsmodule setzten sich die teilnehmenden Fachkräfte intensiv mit Themen wie forschendem Lernen, Bildung für nachhaltige Entwicklung und einer konsequent kindorientierten Pädagogik auseinander. Die gewonnenen Erkenntnisse und Impulse wurden unmittelbar in den pädagogischen Alltag der Einrichtungen integriert und weiterentwickelt.

Während der Abschlussveranstaltung gaben die Kita-Teams im Rahmen eines Gallery Walks an verschiedenen Thementischen Einblicke in ihre Arbeit, ihre Erfahrungen und die Entwicklung ihrer Lernwerkstätten. Die Teilnehmenden nutzten die Gelegenheit, gelungene Praxisbeispiele vorzustellen und sich über Herausforderungen sowie erfolgreiche Lösungsansätze auszutauschen. Fachvorträge zur Bedeutung von Lernwerkstätten sowie wissenschaftliche Impulse der Hochschule Emden/Leer ergänzten das Programm.

Den Abschluss bildete eine Podiumsdiskussion, in der die Beteiligten auf die vergangenen eineinhalb Jahre zurückblickten. Neben den positiven Erfahrungen wurden auch Herausforderungen des Entwicklungsprozesses thematisiert. Einigkeit bestand darüber, dass die Lernwerkstattarbeit wertvolle Impulse für die pädagogische Praxis gegeben und den fachlichen Austausch zwischen den Einrichtungen nachhaltig gestärkt hat. Mit dem erfolgreichen Abschluss der ersten Projektphase richtet sich der Blick nun bereits nach vorn: In einem zweiten Projektdurchlauf erhalten weitere Kindertageseinrichtungen aus dem Landkreis Aurich die Möglichkeit, sich auf den Weg zu einer forschenden, nachhaltigen und konsequent am Kind orientierten Bildungsarbeit zu machen. Damit wird die Lernwerkstattarbeit als wichtiger Baustein für die Qualitätsentwicklung in der frühkindlichen Bildung im Landkreis Aurich weiter ausgebaut.

Ein Informationsstand zeigt Playmobil-Figuren mit bunten Sprechblasen, die typische Fragen und Erwartungen von Eltern und Kindern zum Schulstart darstellen. Im Hintergrund sind Infotafeln und Materialien zur Lern- und Schulentwicklung zu sehen.
Zwei Mitarbeiterinnen einer Kindertagesstätte stehen an einem Informationsstand und erläutern Besucherinnen und Besuchern das Konzept ihrer Lernwerkstatt. Auf Stellwänden werden Fotos aus dem Kita-Alltag und pädagogische Inhalte präsentiert, während auf dem Tisch Spielmaterialien und Lernangebote ausgestellt sind.
Zwei Referentinnen stellen in einem Veranstaltungsraum die „Werkstattlupe“ vor – ein pädagogisches Werkzeug zur Reflexion in Lernwerkstätten. Hinter ihnen zeigt eine Präsentationsfolie Informationen zum Einsatz des Tools im Kita-Alltag, während die Teilnehmenden aufmerksam zuhören.
Mehrere Besucherinnen und Besucher informieren sich an verschiedenen Ständen über pädagogische Konzepte und Materialien einer Kindertagesstätte. Vor Stellwänden mit Fotos und Informationen kommen sie miteinander ins Gespräch und tauschen sich über die ausgestellten Inhalte aus.
Mehrere Besucherinnen und Besucher informieren sich an verschiedenen Ständen bei einer Veranstaltung in einem hellen Veranstaltungsraum. Im Mittelpunkt stehen Gespräche zwischen den Teilnehmenden und den Ausstellenden, während Informationsbanner und Stellwände im Hintergrund verschiedene Bildungs- und Beratungsangebote präsentieren.