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Landkreis sieht sich durch Richterspruch bestätigt

Zweitwohnungen: Gericht teilt Auffassung der Kreisverwaltung (27.03.2020)

Als Bestätigung seines bisherigen Kurses in der Corona-Krise hat der Landkreis Aurich einen Beschluss des Verwaltungsgerichtes Oldenburg bewertet. Die Richter hatten gestern die Klage eines Zweitwohnungsbesitzers gegen eine von der Kreisverwaltung erlassene Allgemeinverfügung zurückgewiesen.

Mit der Verfügung hatte der Landkreis den Besitzern von Nebenwohnungen untersagt, diese Wohnungen zu nutzen und sie zugleich angewiesen, das Kreisgebiet bis zum 22. März zu verlassen. Zu einer solchen Rückreiseermächtigung ist der Landkreis nach Auffassung der Kläger nicht berechtigt gewesen

Das sieht das Verwaltungsgericht anders. Die in der Allgemeinverfügung enthaltene Rückreiseanordnung diene in erster Linie der „Abwehr von Gefahren für Leben und Gesundheit der dort lebenden, d.h. mit Erstwohnsitz ansässigen Bevölkerung“, heißt es in der Begründung des Beschlusses. Da es sich beim Landkreis Aurich um eine stark frequentierte Tourismusregion handele, gerate der Aufenthalt weiterer Personen zu einem „unkalkulierbaren Risiko“. Um eine Überlastung der bestehenden medizinischen Infrastruktur zu vermeiden, sei es daher notwendig, den Aufenthalt all derer, die nicht mit dem Erstwohnsitz gemeldet sind, zu verhindern oder zu beenden.

„Wir begrüßen den Beschluss des Verwaltungsgerichtes ausdrücklich“, macht Landrat Olaf Meinen deutlich: „Wir haben uns die Entscheidung, die Zweitwohnungsbesitzer nach Hause zu schicken, ja nicht leichtgemacht.“

Um die Gesundheit der Bevölkerung zu schützen, das Gesundheitssystem im Landkreis Aurich nicht zu überlasten und auch angesichts einer Weisung des Landes Niedersachsen habe es für den Landkreis aber keine andere Wahl gegeben, als die Nutzung der Nebenwohnungen zu untersagen und die Eigentümer zur Abreise zu verpflichten.

„Der überwiegende Teil der Betroffenen hat mit großem Verständnis auf unsere Verfügung reagiert“, betont der Landrat: „Wir hatten bei unserer Entscheidung aber auch keinen Ermessenspielraum.“ Diese Einschätzung sei nun auch vom Verwaltungsgericht bestätigt worden.

Deutliche Kritik äußert Meinen an verbalen Übergriffen gegenüber Auswärtigen und Zugereisten in den sozialen Medien: „Für Denunziantentum gibt es bei uns keinerlei Raum, lässt Meinen an seiner Haltung keinen Zweifel.

Soziale Kontakte werden noch stärker eingeschränkt

Der Landkreis Aurich hat soziale Kontakte angesichts der Corona-Krise noch weiter eingeschränkt und hierzu eine Allgemeinverfügung neu gefasst.  Demnach sind nicht nur alle öffentlichen Veranstaltungen ab sofort verboten, sondern auch alle Ansammlungen im Freien sowie private Zusammenkünfte aller Art – abgesehen von privaten Treffen im engsten Familienkreis.

Die Verschärfung erfolgt, da nach der aktuellen Erkenntnislage davon ausgegangen werden muss, dass die bisher getroffenen Maßnahmen und Auflagen nicht mehr ausreichend sind, um die Ausbreitungsdynamik in dem erforderlichen Umfang einzudämmen.

Öffentliche und private Veranstaltungen stellen im Hinblick auf die gute Übertragbarkeit des SARS-CoV-2-Virus im Vergleich mit anderen übertragbaren Krankheiten eine besondere Gefährdung für die Ausbreitung dar. Aufgrund der mit einer Fluktuation von Personen bei einer Veranstaltung verbundenen Übertragungsrisiken, kann bei Veranstaltungen mit wechselnden Teilnehmern nicht statisch auf die zu einem bestimmten Zeitpunkt anwesende Personenzahl abgestellt werden. Abweichend von den bereits verfügten Verboten und Einschränkungen müssen daher alle Veranstaltungen verboten werden.

 

Weiterhin hat der Landkreis Aurich mit einer Allgemeinverfügung Regelungen über den Vollzug des Aufenthaltsgesetzes sowie des Asylgesetzes vor dem Hintergrund der Corona-Krise getroffen.  

Es gelten nun die folgenden Bestimmungen:

1. Für innerhalb des Zeitraums vom 16.03.2020 bis einschließlich 20.04.2020 ablaufende befristete Aufenthaltstitel (Nationale Visa, Aufenthaltserlaubnisse, Blaue Karte EU, ICT-Karten, Mobile ICT-Karten) von Ausländern mit Hauptwohnsitz innerhalb des Landkreises Aurich wird die Fortgeltungsfiktion von Amts wegen angeordnet.

2. Die Geltungsdauer von Duldungen sowie Aufenthaltsgestattungen, die innerhalb des Zeitraums vom 16.03.2020 bis einschließlich 19.04.2020 ablaufen und dem Landkreis Aurich zugewiesenen Ausländern mit Hauptwohnsitz innerhalb des Landkreises Aurich ausgestellt wurden, gilt von Amts wegen bis zum 20.04.2020 als verlängert.

       

    Restaurants müssen schließen

    Mit einer Allgemeinverfügung hat der Landkreises die Öffnung von Restaurants etc.  für Gäste untersagt.

     Für den Publikumsverkehr werden geschlossen:

    Restaurants, Speisegaststätten, Systemgastronomie, Imbisse und Mensen und dergleichen.

    Es gelten folgende Ausnahmen:

    Die genannten Betriebe dürfen Leistungen, den Verkauf von Speisen und Getränken, im Rahmen eines Außerhausverkaufs für den täglichen Bedarf nach telefonischer oder elektronischer Bestellung erbringen.

    Gleiches gilt für entsprechende gastronomische Lieferdienste.
    Der Verzehr ist innerhalb eines Umkreises von 50 Metern zu diesen Betrieben unzulässig.
    Aus hygienischen Gründen ist eine bargeldlose Bezahlung dringend zu empfehlen.

    Ausdrücklich ausgenommen von der Schließung sind:

    Der Einzelhandel für Lebensmittel, Wochenmärkte, Abhol- und Lieferdienste, Getränkemärkte, Apotheken, Sanitätshäuser, Drogerien, Tankstellen, Banken und Sparkassen, Poststellen, Frisöre, Reinigungen, Waschsalons, der Zei­tungsverkauf, Bau-, Gartenbau- und Tierbedarfsmärkte, der Großhandel und Dienstleister aus dem Gesundheitsbereich.

    Ein weiterer Corona-Fall in Norden

    19.03.2020

    In der Stadt Norden gibt es einen sechsten Corona-Fall. Damit beträgt die Gesamtzahl der bestätigten Infektionen im Kreisgebiet 27.

    Schwangerschaftskonfliktberatung läuft weiter

    Schwangerschaftskonfliktberatungen werden weiterhin vom Gesundheitsamt durchgeführt. Terminvergabe  unter Telefon  04941 16-5360 oder 0176-16000175. Antragsvordrucke für die Stiftung „Familie in Not“ werden auf Anfrage per Post verschickt. Sie können ebenfalls unter den oben angegebenen Telefonnummern für Norden und Aurich angefordert werden. Die vollständig ausgefüllten und unterschriebenen Antragsunterlagen können dann an das Gesundheitsamt Norden, Neuer Weg 36 -37, 26506 zurückgeschickt werden. Von dort erfolgt dann zeitnah die weitere Bearbeitung.

    Schadstoffsammlung fíndet nicht statt

    19.03.2020

    Die Abfallwirtschaft Landkreis Aurich teilt mit, dass die mobile Schadstoffsammlung in Abstimmung mit dem Entsorgungsdienstleister Remondis ab Mittwoch, den 18.03.2020, bis auf weiteres nicht durchgeführt wird. Dies umfasst auch die zweiwöchentliche stationäre Schadstoffsammlung an den Wertstoffhöfen im Landkreis Aurich. Die Maßnahme folgt den behördlichen Vorgaben und dient der Eindämmung des derzeit grassierenden Coronavirus (SARS-CoV-2). Die reguläre Abfallabfuhr ist nach aktuellem Stand nicht beeinträchtigt. Die Abfallwirtschaft bittet Bürgerinnen und Bürger um Verständnis.

    26 Corona-Fälle im Kreisgebiet

    19.03.2020

    Insgesamt gibt es aktuell 26 Corona-Infektionen im Landkreis Aurich. 12 Betroffene kommen aus der Stadt Aurich, fünf aus Norden, zwei aus Norderney, ebenfalls zwei aus Wiesmoor, Hinte und Großefehn, ein Fall kommt aus Hage.

    Landkreis verkürzt Frist für Urlauber

    19.03.2020

    Alle Urlauber werden aufgefordert, den Landkreis Aurich unverzüglich, spätestens aber bis Sonntag, 22. März 2020, zu verlassen. Das hat die Kreisverwaltung am Donnerstag mit einer Allgemeinverfügung angeordnet und damit eine ursprünglich gesetzte Frist um drei Tage verkürzt. Bislang war der 25. März Stichtag für die Abreise gewesen. Die neue Regelung gilt sowohl für die Inseln als auch das Binnenland und ist auch für Zweitwohnungsbesitzer bindend.

    Grund für die Verkürzung: Der ursprünglich festgesetzte Rückreisezeitraum stellt eine Gefahr zur weiteren Ausbreitung des Corona-Virus dar.  Aufgrund der aktuellen Entwicklung des Epidemie-Geschehens ist eine schnellere Abwicklung der Rückreisen erforderlich, um die Bevölkerung zu schützen.

    Außerdem hat sich gezeigt, dass die Rückreisebereitschaft bei den Urlaubern nicht im erforderlichen Maße vorliegt. So befinden sich derzeit noch zahlreiche Feriengäste auf den Inseln – auf Norderney sind es aktuell rund 4000 Touristen.

    Den Fährbetrieben war es bereits untersagt worden, Personen auf die Inseln zu transportieren. Gleiches gilt jetzt auch für die private Beförderung mit Booten und Flugzeugen.

    Grundsätzlich sind die Kapazitäten der Intensivmedizin auf den Inseln nur in einem eingeschränkten Umfang verfügbar und für eine große Anzahl von Besucherinnen und Besuchern vom Festland nicht ausgelegt. Dies gilt im Hinblick auf die Symptomatik der COVID-19-Erkrankung vor allem für die fehlenden Kapazitäten in der Intensivmedizin.

    Insbesondere aufgrund der hohen Zahl an Touristen aus anderen Bundesländern mit zum Teil deutlich höheren Infektionsraten und räumlicher Nähe ist auf den Inseln eine mit anderen besonders betroffenen Gebieten vergleichbaren Verbreitungsdynamik zu befürchten, der nur mit entsprechend umfänglichen Maßnahmen zu begegnen ist.

    Zahl der Corona-Infektionen auf 22 gestiegen

    18.03.2020

    Die Zahl der bestätigten Corona-Fälle im Landkreis Aurich ist auf 22 gestiegen. Die Verteilung sieht folgendermaßen aus:

    Aurich 11

    Norden 5

    Norderney 2

    Wiesmoor 2

    Hinte 1

    Großefehn 1

    Es gibt zwei Verdachtsfälle. Außer diesen befinden sich weitere 158 Personen in häuslicher Quarantäne.

    Informationen für Besucher aus Drittstaaten

    18.03.2020

    Drittstaatsangehörige, die sich zur Zeit mit einem gültigen Visum oder erlaubt visumfrei im Bereich des Landkreises Aurich aufhalten und aufgrund der Coronakrise  die Rückreise nicht antreten können (Flug gestrichen, Grenze geschlossen etc.), können sich vor Ablauf des erlaubten Aufenthalts per E-Mail auslaenderbehoerde@landkreis-aurich.de an die Ausländerbehörde des Landkreises wenden können.   Folgende Dokumente/Angaben sind erforderlich:

    Scan oder Foto des Reisepasses (Personalienseite, Visummarke, Einreisestempel)

    • Buchungsunterlagen/Bestätigung der Fluggesellschaft o.ä.
    • Adresse des gegenwärtigen Aufenthalts (Ansprechpartner, Adresse, Telefon-/Handy-Nr. )

    Die Mitarbeiter*innen der Ausländerabteilung werden sich dann mit den betreffenden Personen in Verbindung setzen und ihren weiteren Aufenthalt im Landkreis Aurich klären.       

    Zahl der Infizierten steigt wieder an

    18.03.2020

    Die Zahl der bestätigten Corona-Infektionen im Landkreis Aurich ist auf insgesamt 20 gestiegen, nachdem sie in den vergangenen Tagen stagniert hatte.

    Davon kommen elf Fälle aus der Stadt Aurich und fünf aus der Stadt Norden. Ein/e Betroffene/r kommt aus der Gemeinde Hinte, ebenfalls eine/r aus der Stadt Wiesmoor. Auf Norderney gibt es derzeit zwei bestätigte Corona-Fälle.

    Im Moment sind zwei Verdachtsfälle in häuslicher Quarantäne untergebracht, zusätzlich befinden sich aktuell 138 Menschen in häuslicher Quarantäne. Sechs Personen wurden mittlerweile wieder aus der Quarantäne entlassen.

    Beherbergung von Urlaubsgästen ist ab jetzt untersagt

    18.03.2020

    Angesichts der aktuellen Corona-Krise wird der Tourismus im Landkreis Aurich weiter eingeschränkt, um die Ausbreitung des Virus möglichst zu begrenzen. Die Beherbergung von Urlaubsgästen ist mit sofortiger Wirkung verboten. Hierzu hat die Kreisverwaltung am Mittwoch eine entsprechende Verfügung erlassen und damit eine Weisung des Landes Niedersachsen umgesetzt. Die Verfügung sieht folgende Regelungen vor:

    1. Betreibern von Beherbergungsstätten und vergleichbaren Angeboten, Hotels, Campingplätzen, Wohnmobilstellplätzen sowie privaten und gewerblichen Vermietern von Ferienwohnungen, von Ferienzimmern, von Übernachtungs-und Schlafgelegenheiten und vergleichbaren Angeboten ist es untersagt, Personen zu touristischen Zwecken zu beherbergen.

       2. Für Betreiber von Kureinrichtungen und präventiven Reha-Einrichtungen gilt zusätzlich, dass diese nur noch Patienten für medizinisch notwendige Anschlussheilbehandlungen im Sinne des SGB V aufnehmen dürfen.

      Bereits beherbergte Personen haben ihre Rückreise bis zum 19. März 2020, spätestens jedoch bis zum 25. März 2020 vorzunehmen.

    Diese Weisung gilt ab sofort bis einschließlich Sonnabend, den 18. April 2020. Eine Verlängerung ist möglich.

    Vor dem Hintergrund der sehr dynamischen Verbreitung von Infektionen mit dem neuartigen Corona-Virus und Erkrankungen an COVID-19 müssen unverzüglich weitere umfänglich wirksame Maßnahmen zur Verzögerung der Ausbreitungsdynamik und zur Unterbrechung von Infektionsketten ergriffen werden. Weitreichende effektive Maßnahmen sind dazu dringend notwendig, um im Interesse der Bevölkerung und des Gesundheitsschutzes die dauerhafte Aufrechterhaltung des Gesundheitssystems in Niedersachsen sicherzustellen.

    Die großflächige Unterbrechung und Eindämmung des touristischen Reiseverkehrs ergänzt die bereits ergriffenen Maßnahmen und stellt im Kontext der übrigen Maßnahmen zur Kontaktreduzierung ein wirksames, angemessenen Vorgehen dar, um das Ziel einer Entschleunigung und Unterbrechung der Infektionsketten zu erreichen.

    Nur geringfügiger Anstieg der Infektionen

    17.03.2020

    Die Zahl der bestätigten Corona-Infektionen im Landkreis Aurich ist im Tagesvergleich nur leicht von 16 auf inzwischen 17 Fälle gestiegen. Davon kommen zehn aus der Stadt Aurich, vier aus der Stadt Norden, zwei aus Norderney und ein bestätigter Fall aus Wiesmoor. Hinzu kommen weitere 104 Personen, die sich derzeit in häuslicher Quarantäne befinden.

    Kontakt für Unternehmer

    Aufgrund der zahlreichen Nachfragen bei der Wirtschaftsförderung eine zentrale Kontaktnummer für Unternehmer eingerichtet hat, die Fragen zu den wirtschaftlichen Folgen der Corona-Krise auf ihren Betrieb etc. haben. Erreichbar ist dieses Info-Telefon unter der Durchwahl 04941 16-8010.  Per E-Mail ist der Kontakt unter wirtschaftsfoerderung@landkreis-aurich.de möglich.

     

    Online-Zulassung

    Auch weist der Landkreis Aurich auf die Möglichkeit der Online-Zulassung von Fahrzeugen hin. Um unnötige Kontakte zu vermeiden, können viele Zulassungsvorgänge von zu Hause erledigt werden. Bürger*innen haben die Möglichkeit, unter bestimmten Voraussetzungen Neuzulassungen, Wiederzulassungen, Umschreibungen (Halterwechsel, mit oder ohne Kennzeichenwechsel), Außerbetriebsetzungen sowie Adressänderungen online durchzuführen.

    Voraussetzungen für alle Online-Vorgänge sind der neue Personalausweis oder ein elektronischer Aufenthaltstitel mit aktivierter Online-Ausweisfunktion sowie ein vorgesehenes Kartenlesegerät oder ein Android-Smartphone mit kostenloser „AusweisApp2“ (www.ausweisapp.bund.de) und die Teilnahme am internetbasierten Zahlungsverkehr (ePayment). Zurzeit unterstützt der Landkreis Aurich die Bezahlmethode GiroPay. Je nach Zulassungsart muss es sich bei dem betroffenen Fahrzeug um ein fabrikneues oder um ein nach dem 1. Januar 2015 zugelassenes Fahrzeug handeln oder um ein nach dem 1. Januar 2015 zugelassenes Fahrzeug, das aber aktuell außer Betrieb gesetzt oder abgemeldet ist.

    Weitere Information zum Onlinezulassungsverfahren mit der Auflistung aller Voraussetzungen und der direkte Zugang zum Onlineportal sind auf der Homepage des Landkreises Aurich (www.landkreis-aurich.de) zu finden.

    Kreisverwaltung bleibt bis auf weiteres geschlossen

    Termine sind nur im dringenden Ausnahmefall möglich

    Die Verwaltung des Landkreises Aurich bleibt ab Montag, 16. März 2020, bis auf weiteres für den Publikumsverkehr geschlossen. Die Schließung betrifft die gesamte Verwaltung einschließlich aller Außenstellen und Einrichtungen im Kreisgebiet. Telefonisch oder per Mail sind die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter weiterhin erreichbar. Termine im Kreishaus sind aber nur in dringenden Ausnahmefällen nach vorheriger telefonischer Vereinbarung möglich (s.u.). Hierzu stehen für die einzelnen Ämter zentrale Rufnummern zur Verfügung.

    Busverkehr

    Aufgrund der geringen Nachfrage im ÖPNV im Landkreis Aurich zur Erreichung der Notfallbetreuung in den Schulen gilt im Landkreis Aurich ab Dienstag, dem 17. März 2020, der Ferienfahrplan (Fahrten, die mit S gekennzeichnet sind entfallen; Fahrten, ohne Zusatz bzw. die mit F gekennzeichnet sind, finden statt).

    Ausnahme: die Buslinien der Fa. Edzards verkehren erst ab Mittwoch, dem 18. März 2020, nach dem Ferienfahrplan (Kontakt: 04971-9258-0).

    Sollte ein Beförderungsbedarf notwendig sein, der nicht durch den Ferienfahrplan abgedeckt wird, so melden sich die Betroffenen bitte telefonisch beim Verkehrsverbund-Ems Jade (VEJ) unter 04941 93377 (info@vej-bus.de) bis 16:00 Uhr des Vortages.

    Eltern, deren Kinder bereits mit dem Taxi zur Schule befördert wurden, melden den Beförderungsbedarf zur Notfallbetreuung bitte beim jeweiligen Taxiunternehmen direkt an.

    Abfallwirtschaft

    Auch die Abfallwirtschaft des Landkreises Aurich hat Präventionsmaßnahmen gegen das Coronavirus  beschlossen. Demnach bleiben die Wertstoffhöfe in Großefehn, Georgsheil und Hage sowie auf den Inseln Juist, Norderney und Baltrum für private und gewerbliche Anlieferer ab Dienstag, den 17. März 2020, bis auf weiteres geschlossen.  Die Schließung für den Publikumsverkehr umfasst auch die Verwaltungsstandorte in Großefehn und Aurich. Termine werden nur in dringenden Fällen und nach vorheriger Absprache vergeben. Die Abfallabfuhr findet wie gewohnt statt. Sperrmüllabholung, Containerdienst und die derzeit laufende Baum- und Strauchschnittsammlung sind nach aktuellem Stand ebenfalls nicht beeinträchtigt. Die Abfallwirtschaft weist darauf hin, dass Bestellungen der Dienstleistungen ausschließlich online über die Webseite www.mkw-grossefehn.de oder postalisch über die Bestellkarten im Abfall- und Umweltratgeber entgegengenommen werden. Weitere  Informationen und Auskünfte erteilt die Abfallberatung unter abfallberatung@landkreis-aurich.de und über die Rufnummern: 04941 16 – 7070 bzw. 04941 16 – 7777.

    Kreisvolkshochschulen

    Die Kreisvolkshochschulen inklusive aller angeschlossenen Projekte bleiben geschlossen. Für die KVHS am Standort Norden und Aurich bedeutet dies, dass alle Kurse, Vorträge und Workshops aus dem klassischen Programmbereich sowie öffentliche Veranstaltungen, tagsüber und abends, sowohl in der Woche als auch am Wochenende bis einschließlich 19. April ausfallen werden. Alle Kurse in den Außenstellen sowie an weiteren externen Orten fallen ebenfalls aus. Ob und inwieweit Termine nachgeholt werden können, wird geklärt. Die Kreisvolkshochschulen in Norden und Aurich sind personell besetzt, sodass alle Anliegen zwischen 8:00 und 13:00 Uhr telefonisch unter 04931 924 100 in Norden oder 04941 9580-0 in Aurich beantwortet werden können.

    Der Senioren- und Pflegestützpunkt im Landkreis Aurich verzichtet aktuell auf persönliche Beratungen. Stattdessen sollten Betroffene auf die Möglichkeit einer telefonischen Beratung zurückgreifen. Das umfasst die Senioren-, Pflege- und Wohnberatung. Auch die Angebote der Freiwilligenagentur Landkreis Aurich inklusive der Angebote für Freiwilligendienstleistende fallen bis einlischließlich19. April aus. In Norden fallen außerdem alle Angebote und offenen Treffs des Mehrgenerationenhauses Norden bis einschließlich 19. April aus. In Abstimmung mit der Stadt Norden fällt unter Berücksichtigung der Handlungsempfehlungen des Landes Niedersachsen auch das Kinderferienprogramm in den Osterferien aus. Angebote einzelner Anbieter, die in deren Eigenverantwortung trotzdem stattfinden sollten, unterliegen nicht der Verantwortung der KVHS Norden oder der Stadt Norden.

    Die Kreisverwaltung bittet die Bevölkerung um Verständnis für die getroffenen Maßnahmen. Deren Ziel ist es, den Dienstbetrieb aufrechtzuerhalten, die Handlungsfähigkeit auch in den kommenden Wochen zu gewährleisten und eine weitere Ausbreitung des Corona-Virus zu vermeiden.

    Aktuelle Corona-Entwicklung

    Aktuell gibt es im Landkreis Aurich 16 Infizierte. Insgesamt 86 Menschen befinden sich derzeit in häuslicher Quarantäne. Fünf Personen konnten in der Zwischenzeit aus der Quarantäne entlassen werden.

    Zentrale Rufnummern für Terminvereinbarungen

    04941 16-

     

    Zentrale Finanzverwaltung/Kreiskasse                  2023

     

    Ordnungsamt                                                                      

    Ausländerbehörde                 3232

    Bußgeldabteilung                   3251

    Jagd- und Waffenwesen        3235

    Straßenverkehrsabteilung,

    Führerscheinstelle                 3681

     

    Amt für Veterinärwesen und

    Lebensmittelüberwachung                                     3901

     

    Sozialamt                                                                  5029

     

    Amt für Kinder, Jugend und Familie/

    Pflegekinderdienst                                                  5109   

    Regionalteam Nord               5181

    Regionalteam Süd                  5200

    Regionalteam Mitte              5101

    Regionalteam West               5240

    Beratungsstelle in Norden     5251   

               

    Jobcenter                                                                  5600

     

    Amt für Bauordnung, Planung

    und Naturschutz                                                      6041, 6042, 6043

     

    Amt für Kreisstraßen, Wasserwirtschaft und Deiche

    Straßenangelegenheiten       6610

    Untere Wasserbehörde         6630

     

    Abfallwirtschaftsbetrieb                                         7070, 7777

     

    Amt für Wirtschaftsförderung, Kreisentwicklung            8010

     

    Gleichstellungsbeauftragte                                     1661

     

    Kreishaus ab Montagmittag geschlossen

    Vor dem Hintergrund der aktuellen Coronoa-Krise bleibt die Auricher Kreisverwaltung ab dem 16. März 2020, 13 Uhr bis auf weiteres für den Publikumsverkehr geschlossen. Dies gilt für die Kreishäuser in Aurich und Norden sowie für alle Außenstellen und Einrichtungen des Landkreises.

    16 Corona-Fälle im Landkreis Aurich

    15.03.2020

    Aktuell gibt es im Landkreis Aurich insgesamt 16 bestätigte Corona-Infektionen. Zwei positive Testergebnisse – beide aus der Stadt Norden - wurden dem Gesundheitsamt des Landkreises Aurich gestern mitgeteilt. Zehn der Betroffenen kommen aus dem Gebiet der Stadt Aurich, vier aus Norden, ein Fall aus Norderney und ein weiterer aus der Stadt Wiesmoor.

    Insgesamt 59 Verdachtsfällt befinden sich derzeit in häuslicher Quarantäne, ein weiterer Verdachtsfall wird isoliert im Auricher Krankenhaus versorgt. Erfreulich ist, dass drei Verdachtsfälle inzwischen aus der häuslichen Quarantäne entlassen werden konnten.

    Unterdessen hat der Landkreis Aurich seine am vergangenen Freitag erlassene Allgemeinverfügung zum Besuchsverbot in den Kliniken und Pflegeeinrichtungen auch auf die im Kreisgebiet befindlichen Reha-Einrichtungen, Kurkliniken und ähnliche Einrichtungen ausgeweitet. Besuche sind demnach auch dort mit sofortiger Wirkung nur noch in Ausnahmefällen, insbesondere bei pflegerischer oder medizinischer Notwendigkeit, möglich, um Patienten und Personal  vor einer Infektion zu schützen. Die Satzung vom 13. März wird durch die Erweiterung aufgehoben.

    Wie lange das Corona-Geschehen anhält, lässt sich derzeit nicht beantworten. Mit einem schnellen Abebben ist nicht zu rechnen. Trotzdem gibt es keinerlei Anlass zur Hysterie. Die zuständigen Stellen des Landkreises sind in enger Abstimmung und beobachten auch die Entwicklung in den Nachbarkreisen genau. Tiefgreifende Maßnahmen – wie die  Schließung der Krankenhäuser, der Pflege- und Reha-Einrichtungen etc., aber auch von Kindertagesstätten und Schulen sowie die Untersagung von Veranstaltungen - sind zu diesem Zeitpunkt aber unbedingt erforderlich, um Infektionsketten möglichst zu durchbrechen und die Verbreitung des Corona-Virus zu verlangsamen. Hierzu gehört es auch, nicht notwendige Kontakte soweit wie irgend möglich zu vermeiden. Die dadurch zu erreichende Verzögerung des Eintritts von weiteren Corona-Infektionen ist auch notwendig, um das Gesundheitswesen im Kreisgebiet nicht zu überlasten und die erforderlichen Kapazitäten für die Behandlung der Erkrankten und Pflegebedürftigen, aber auch für sonstige Krankheitsfälle bereit zu halten. Schließlich sind derartige Maßnahmen von entscheidender Wichtigkeit, um dringend erforderliche Zeit für die Entwicklung bislang nicht vorhandener Therapeutika und Impfstoffe zu gewinnen.

    Das eigens eingerichtete Info-Telefon des Landkreises Aurich ist montags bis donnerstags von 8-16 Uhr, freitags von 8-13 Uhr und am Wochenende von 9-12 Uhr unter der Durchwahl 04941 16-1616 erreichbar. Unter der bundesweiten Notrufnummer 116117 gibt es ebenfalls Informationen zum Thema Corona sowie online unter www.nlga.niedersachsen.de und www.rki.de.

    Kliniken und Pflegeeinrichtungen ab sofort für Besucher geschlossen

    13.03.2020

    Vor dem Hintergrund der Ausbreitung des Corona-Virus werden die Krankenhäuser und Pflegeeinrichtungen im Landkreis Aurich ab sofort für Besucher geschlossen.

    Hierzu hat die Kreisverwaltung am Freitag eine sogenannte Allgemeinverfügung erlassen. Besuche sind nur noch in Ausnahmefällen, insbesondere bei pflegerischer oder medizinischer Notwendigkeit, und auch dann ausschließlich nach Absprache mit der jeweiligen Einrichtung möglich.

    Ziel der drastischen Maßnahme ist es, Patienten und Heimbewohner vor einer Corona-Infektion zu schützen. „Ein milderes gleich wirksames Mittel zur Erreichung des Zwecks ist nicht ersichtlich“, heißt es in der Allgemeinverfügung.

    Der Betrieb von „solitären“ Tagespflegeeinrichtungen - ohne angeschlossene Wohnbetreuung - wird untersagt. Tagespflegeeinrichtungen, die überwiegend Personen aus unterstützenden Wohnformen teilstationär betreuen und pflegen, wird lediglich die Aufnahme von externen Tagespflegegästen verboten.

    Im Landkreis Aurich wurde am 09. März 2020 der erste Corona-Fall bekannt. Seither steigt die Anzahl der infizierten Personen im Kreisgebiet. Nach Einschätzung des Robert Koch-Instituts nimmt die Wahrscheinlichkeit für schwere Krankheitsverläufe mit zunehmendem Alter und bestehenden Vorerkrankungen erheblich zu. Damit gehören Patienten in Krankenhäusern sowie Bewohner in Pflegeeinrichtungen zu den besonders gefährdeten Personengruppen. Diese gilt es angesichts des möglicherweise schwerwiegenden Krankheitsverlaufes besonders zu schützen. Ziel der Allgemeinverfügung ist es daher, die Übertragungswege des Corona-Virus auf Patienten von Krankenhäusern sowie auf Bewohner von Pflegeeinrichtungen zu unterbrechen und das Risiko einer Ansteckung einzudämmen.  „Wir wissen, wie tief diese Einschnitte sind, bitten die Bevölkerung aber eindringlich um Verständnis“, macht Landrat Olaf Meinen deutlich.

    Eine Verzögerung des Eintritts von weiteren Corona-Infektionen sei auch dringend erforderlich, um das Gesundheitswesen im Kreisgebiet nicht zu überlasten und die erforderlichen Kapazitäten für die Behandlung der Erkrankten und Pflegebedürftigen, aber auch für sonstige Krankheitsfälle bereitzuhalten, stellt die Kreisverwaltung fest. Zudem seien derartige Maßnahmen notwendig, um dringend erforderliche Zeit für die Entwicklung bislang nicht vorhandener Therapeutika und Impfstoffe zu gewinnen.

    Mit der aktuellen Allgemeinverfügung über die Vorsichtsmaßnahmen zum Schutz der Bewohner sowie Beschäftigten der Pflegeeinrichtungen im Kreisgebiet wird eine am
    11. März 2020 erlassene Verordnung aufgehoben.

    Landkreis schränkt Veranstaltungen weiter ein

    13.03.2020

    Vor dem Hintergrund der zunehmenden Corona-Infektionen schränkt der Landkreis Aurich die Durchführung von Veranstaltungen weiter ein. Ab sofort sind öffentliche und nichtöffentliche Veranstaltungen mit einer Teilnehmerzahl von mehr als 100 Personen verboten. Hierzu hat die Kreisverwaltung am Freitag eine entsprechende Allgemeinverfügung erlassen.

    Das Gesundheitsamt kann hiervon in begründeten Fällen, wie z. B. Beerdigungen, Ausnahmen zulassen.

    Darüber hinaus gelten für Veranstaltungen im Gebiet des Landkreises Aurich mit einer Teilnehmerzahl unter 100 Personen mit sofortiger Wirkung die folgenden Auflagen:

     

    • Es muss eine dem Infektionsrisiko angemessene Belüftung des Veranstaltungsortes gewährleistet sein.

       

    • Es müssen ausreichende Möglichkeiten der Händehygiene (Toilettenräume mit Handwaschbecken, Flüssigseife und Einmalhandtücher sowie Desinfektionsmittel) vorgehalten werden.

       

    • Die Teilnehmer müssen vor und während der Veranstaltung aktiv über allgemeine Maßnahmen des Infektionsschutzes wie Händehygiene, Abstand halten und Husten- und Schnupfenhygiene informiert werden.

     

    Mit der aktuellen Allgemeinverfügung wird die Verfügung des Landkreises Aurich über das Verbot von Großraumveranstaltungen mit mehr als 1000 Personen vom 11. März 2020 aufgehoben.

    Vier neue Corona-Fälle im Kreisgebiet

    13.03.2020

    Am 13. März 2020 sind beim Gesundheitsamt vier neue positive Corona-Befunde eingegangen. Alle vier Betroffenen kommen aus der Stadt Aurich. Dabei handelt es sich um eine 1980 geborene Frau, einen ebenfalls 1980 geborenen Mann, eine 1972 geborene Frau und einen 1977 geborenen Mann. Alle vier hatten an einer Reise nach Österreich teilgenommen. Damit steigt die Gesamtzahl der bestätigten Corona-Infektionen im Landkreis Aurich auf zwölf.

    Kindertagesstätten im Landkreis sind ab Montag geschlossen

    13.03.2020

    Die Kindergärten und Kindertagespflegestellen im Landkreis Aurich bleiben ab Montag, 16. März, wegen der Ausbreitung des Coronavirus geschlossen. Das niedersächsische Kultusministerium hatte am Freitag den Betrieb in den Kitas mit einer entsprechenden Verfügung untersagt. „Wir haben mit diesem Schritt gerechnet“, machen Landrat Olaf Meinen und der Krummhörner Bürgermeister Frank Baumann als Geschäftsführer des Städte- und Gemeindebundes in einer gemeinsamen Mitteilung deutlich.

    Die Untersagung durch das Ministerium gilt zunächst bis zum 18. April. Dabei handelt es sich um eine Schutzmaßnahme im Sinne des Infektionsschutzgesetzes. Die Kindertagesstätten seien gleichermaßen wie Schulen von den Auswirkungen der Verbreitung des Coronavirus in besonderem Maße betroffen, heißt es in dem Schreiben aus Hannover. Die Schließung diene dazu, die Ausbreitung des Virus zu verlangsamen. „Die Schließung ist eine richtige Entscheidung, um die Auswirkungen der Epidemie zu begrenzen“, sind sich Meinen und Baumann einig.

    Ausgenommen von der Untersagung ist eine Notbetreuung in kleinen Gruppen. Hierfür sind die örtlichen Träger der Kindertagestätten zuständig. In den Gemeinden gehe man nun daran, die Umsetzung zu realisieren“, macht Baumann deutlich.

    Allerdings soll die Notbetreuung auf das unbedingt notwendige Maß begrenzt werden und dazu dienen, lediglich solche Kinder aufzunehmen, deren Eltern in sogenannten kritischen Infrastrukturen tätig sind.

    Hierzu gehören insbesondere folgende Berufsgruppen:

     

    • Beschäftigte im Gesundheitsbereich, medizinischen Bereich und pflegerischen Bereich,

    • Beschäftigte im Bereich der Polizei, Rettungsdienst, Katastrophenschutz und Feuer-wehr,

    • Beschäftigte im Vollzugsbereich einschließlich Justizvollzug, Maßregelvollzug und vergleichbare Bereiche.

       

    „Wir wissen, dass die Schließung viele Familien vor erhebliche organisatorische Probleme bei der Betreuung ihrer Kinder stellt, bitten aber alle Eltern um Verständnis für diese wichtige Maßnahme“, appellieren Landrat und Bürgermeister an die Einsicht der Erziehungsberechtigten.

    Zahl der Corona-Infektionen auf acht gestiegen

    12.03.2020

    Die Zahl der bestätigten Corona-Infektionen im Landkreis Aurich ist auf insgesamt acht Fälle gestiegen (Stand 12.03.2020). Neben den bereits bekannten Fällen gibt es vier weitere Betroffene, die allesamt aus Aurich stammen. Dabei handelt es sich um einen Mann, Jahrgang 1965, und seine 1986 geborene Partnerin sowie um einen 1960 geborenen Mann und dessen 1963 geborene Partnerin.  Alle vier hatten einen Urlaubsaufenthalt in Österreich verbracht und befinden sich derzeit in häuslicher Quarantäne. Die positiven Testbefunde gingen gestern beim Gesundheitsamt des Landkreises Aurich ein.

    "Offene Treffs" an MGH gehen früher in die Ferien (12.03.2020)

    Aus Rücksicht auf die Gesundheit aller Besucher*innen des Mehrgenerationenhauses an der KVHS Norden verabschieden sich die "Offenen Treffs" vorzeitig in die Osterferien.
    Somit werden ab Montag, 16.03.2020, bis zum Ende der Osterferien am 14.04.2020 sämtliche Offenen Treffs nicht stattfinden. 

    Corona: IHK bietet Informationen für Unternehmer (12.03.2020)

    Die Industrie- und Handelskammer (IHK) für Ostfriesland und Papenburg bietet auf Ihrer Homepage Informationen rund um das Thema Corona speziell für Unternehmer:

    https://www.ihk-emden.de/international/auslandsmaerkte/coronavirus-informationen-fuer-unternehmen-4711442

    Unternehmer, auch aus dem Landkreis Aurich, werden gebeten, sich bei entsprechenden Fragen direkt an die IHK zu wenden.

    Kein Unterricht an mehreren Schulen (12.03.2020)

    Aufgrund der aktuellen Corona-Entwicklungen fällt der Schulunterricht am Freitag, 13. März 2020, an folgenden Schulen aus: Gymnasium Ulricianum Aurich, Realschule Aurich, Grundschule Tannenhausen, Grundschule Wallinghausen, KGS Norden und Oberschule Norden.

    Pressemitteilung des Nds. Städte- und Gemeindebundes – Kreisverband Aurich- in Abstimmung mit dem Landkreis Aurich vom 12.03.2020

    Die Städte und Gemeinden im Landkreis Aurich sind heute von Landrat Olaf Meinen und weiteren verantwortlichen Mitarbeiter*innen über die Entwicklung und weitere Maßnahmen bezüglich der Ausbreitung des Covid 19 Virus informiert worden.

    Es herrschte Einigkeit, dass man gemeinsam die anstehenden Maßnahmen und notwendigen Entscheidungen treffen und vertreten werde. Dazu gehört auch ein gemeinsames Vorgehen der Städte und Gemeinden bei der Sicherung der gemeindlichen Infrastruktur.

    Dazu hat man einen Maßnahmenkatalog erstellt, der dieser PM als Anlage beigefügt ist. Zudem gilt für alle Veranstaltungen die Allgemeinverfügung des Landkreises Aurich vom 11.03.2020.

    Um die Ausbreitung des Virus einzudämmen und zu verlangsamen, werden u.a.

    • bis auf weiteres nach Möglichkeit alle Sitzungen der Räte bzw. der Fachausschüsse abgesagt

    • Öffentliche Veranstaltungen, wie z.B. die gemeindlichen Umwelttage abgesagt

    • Veranstaltungen in gemeindlichen Gebäuden, wie z.B. Theateraufführungen, Elternabende usw. abgesagt

    • Ortsvorsteher und Bürgermeister werden bis auf weiteres keine Geburtstagsbesuche bzw. Besuche bei Ehejubiläen durchführen

    • In öffentlichen Gebäuden wird auf das Händeschütteln verzichtet und ein Abstand von einem Meter erbeten

    Die Städte und Gemeinden bitten zusammen mit dem Landkreis Aurich um Verständnis für die getroffenen Maßnahmen. Nach Ostern werden die Verantwortlichen sich erneut abstimmen.

    Gleichzeitig wird den Vereinen und Institutionen in den Gemeinden und Städten empfohlen, bis auf weiteres eigene Veranstaltungen, wie Jahreshauptversammlungen, Ehrungen etc., abzusagen.

     

    Weitere Informationen zum Thema Corona gibt es u.a. beim Bürgertelefon des Landkreises Aurich unter (04941) 161616 oder auch in den Ordnungsämtern der Gemeinden und Städte im Landkreis Aurich.

    Maßnahmenkatalog:

    Beschilderung in öffentlichen Gebäuden : 1 Meter Abstand – kein Händeschütteln

    Publikumsverkehr nur noch nach Terminvorgabe

    Zur Aufrechterhaltung der Dienstfähigkeit in den Rathäusern werden Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter angewiesen, größere Veranstaltungen zu meiden und nicht in Corona-Risiko-Gebiete zu reisen

    Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sollen, soweit möglich, auch vorübergehend Telearbeit leisten können

    Bis auf weiteres nach Möglichkeit keine Sitzungen des Rates und der Fachausschüsse

    Bis auf weiteres keine Besuche der Ortsvorsteher bzw. Bürgermeister bei Altengeburtstage und Ehejubiläen bzw. Veranstaltungen

    Bis auf weiteres keine öffentlichen Veranstaltungen der Gemeinden und Städte, wie z.B. Umwelttag oder ähnliche Veranstaltungen

    Bis auf weiteres keine Veranstaltungen in öffentlichen Gebäuden, wie z.B. Theateraufführungen, Musikdarbietungen, Elternsprechtage, Informationsveranstaltungen

    Die Gemeinden und Städte haben die kommunale Infrastruktur sicherzustellen, u.a. in den Rathäusern, Bauhöfen, Klärwerken.

    Sowohl beim Landkreis Aurich als auch bei allen Städten und Gemeinden im Landkreis Aurich wird ein Krisenstab eingerichtet.

    Für alle weiteren Veranstaltungen gilt bis auf weiteres die Allgemeinverfügung des Landkreises Aurich vom 11.03.2020.

     

    Vierter Corona-Fall im Landkreis Aurich (11.03.2020)

    Frau auf Norderney positiv auf Virus getestet

    Es gibt einen weiteren Corona-Fall im Landkreis Aurich. Bei der Betroffenen handelt es sich um eine 31 Jahre alte Frau aus Norderney. Das positive Testergebnis ging am Mittwoch beim Gesundheitsamt des Landkreises Aurich ein. Wie sich die Frau mit dem Virus infiziert hat, lässt sich derzeit nicht nachvollziehen. Bekannt ist lediglich, dass sie sich bereits Mitte Februar zu einem Besuch in Nordrhein-Westfalen aufgehalten hatte.

    Da das Kind der Norderneyerin einen örtlichen Kindergarten besucht, hat die Einrichtung von sich aus beschlossen, den Betrieb für diese Woche einzustellen. Zwei Erzieherinnen, zu denen die Frau Kontakt hatte, stehen in engem Kontakt zum Gesundheitsamt. Beide zeigen aber keinerlei Krankheitssymptome.

    Aktuell gibt es damit im Landkreis Aurich insgesamt vier bestätigte Corona-Fälle, 22 Menschen befinden sich derzeit in häuslicher Quarantäne. Neben der Frau aus Norderney sind eine 61-jährige Auricherin betroffen sowie eine 85 Jahre alte Frau aus Norden und deren 60-jähriger Sohn. Da es aus deren direktem Umfeld Kontakte in die Kooperative Gesamtschule (KGS) Norden sowie in die Oberschule Norden gegeben hatte, fällt an beiden Schulen der Unterricht in dieser Woche vorsorglich aus.

     

    Veranstaltungen im Landkreis Aurich mit mehr als 1.000 Besuchern werden ab sofort und unbefristet abgesagt. Damit folgt die Kreisverwaltung einer entsprechenden Weisung des Niedersächsischen Ministeriums für Soziales, Gesundheit und Gleichstellung, die gestern erlassen wurde.

     

    Für öffentliche und nichtöffentliche Veranstaltungen im Gebiet des Landkreises Aurich mit einer Teilnehmerzahl unter 1.000 Personen gelten mit sofortiger Wirkung die folgenden Auflagen:

     

      1. Es muss eine dem Infektionsrisiko angemessene Belüftung des Veranstaltungsortes gewährleistet sein.
      1. Es müssen ausreichende Möglichkeiten der Händehygiene (Toilettenräume mit Handwaschbecken, Flüssigseife und Einmalhandtücher sowie Desinfektionsmittel) vorgehalten werden.
      1. Die Teilnehmer müssen vor und während der Veranstaltung aktiv über allgemeine Maßnahmen des Infektionsschutzes wie Händehygiene, Abstand halten und Husten- und Schnupfenhygiene informiert werden.

     

    Die Veranstalter nichtöffentlicher Veranstaltungen im Gebiet des Landkreises Aurich mit einer Teilnehmerzahl von über 100 Personen sind mit sofortiger Wirkung verpflichtet, geplante Veranstaltungen beim Gesundheitsamt des Landkreises Aurich anzuzeigen.

     

    Vor dem Hintergrund der aktuellen Situation sind auch die Pflegeeinrichtungen im Kreisgebiet gehalten, verstärkt Vorsichtsmaßnahmen zum Schutz der Bewohnerinnen und Bewohner sowie der Beschäftigten zu treffen. Viele Einrichtungen waren schon von sich aus tätig geworden, aber auch das Sozialamt des Landkreises hat in einem Schreiben an die Pflegeinrichtungen verschiedene Maßnahmen empfohlen. Diese Empfehlungen haben durch eine entsprechende Verfügung des Kreis-Ordnungsamtes nun auch Verbindlichkeit erlangt. Demnach gelten folgende Regelungen:

     

    • Die Besuchszeiten der Pflegeeinrichtungen werden auf zwei Stunden täglich in einem vorgegebenen Zeitfenster  beschränkt.

    • Der Besuch wird  auf eine Person pro Bewohner und auf maximal eine Stunde begrenzt.

    • Der Zugang zu den Bewohner/innen erfolgt  nur nach Körpertemperaturmessung der Besucher/innen. Bei einer Körpertemperatur von mehr als 37,5 Grad wird der Zugang nicht erlaubt.

    • Die Besucher der Bewohner/innen werden dokumentiert (einschließlich der Kontaktdaten).

     

    Der Landkreis Aurich hat ein Bürgertelefon zu Fragen rund um das Thema Coronavirus eingerichtet. Unter der Rufnummer 04941 16-1616 geben Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Gesundheitsamtes dann Antworten zu häufig gestellten Fragen. (Es werden aber keine individuellen medizinischen Beratungen vorgenommen). Das Bürgertelefon ist bis auf weiteres montags bis donnerstags von 8 bis 16 Uhr, freitags von 8 bis 13 Uhr und am Wochenende von 9 bis 12 Uhr besetzt.

     

    Der Landkreis informiert auch auf seiner Internetseite https://www.landkreis-aurich.de/soziales-gesundheit/gesundheit/aktuelle-informationen-zum-thema-corona.html über die Thematik sowie über die sozialen Medien.

    Unter der bundesweiten Notrufnummer 116117 gibt es ebenfalls Informationen zum Thema Corona sowie online unter www.nlga.niedersachsen.de und www.rki.de.

    Corona-Fälle im Landkreis Aurich (11.03.2020)

    Es gibt zwei weitere Corona-Fälle im Landkreis Aurich. Bei den Betroffenen handelt es sich um eine 85 Jahre alte Frau aus Norden und ihren 60-jährigen Sohn. Beide waren am 7. März von einer Reise nach Südtirol zurückgekehrt und hatten am Abend desselben Tages leichte Krankheitssymptome gezeigt. Daraufhin meldeten sie sich am gestrigen Montag beim Gesundheitsamt des Landkreises Aurich. Durch die zuständigen Hygienekontrolleure erfolgte ein Abstrich mit anschließender Untersuchung beim Landesgesundheitsamt in  Hannover. Das am Dienstag übermittelte Laborergebnis fiel positiv aus. Beide Personen befinden sich in häuslicher Quarantäne und unter Beobachtung durch das Gesundheitsamt, das aktuell auch eine Umgebungsuntersuchung durchführt. Die Betroffenen zeigen derzeit nur leichte Krankheitssymptome.

    Bereits am Montag war bei einer 61jährigen Auricherin eine Corona-Erkrankung diagnostiziert worden. Sie ist Mitarbeiterin der Auricher Kreisverwaltung, befindet sich in häuslicher Quarantäne, ist aber auf dem Wege der Besserung. Damit liegt die Gesamtzahl aktuell bei drei Corona-Erkrankungen im Kreisgebiet.

    Landkreis Aurich richtet Bürgertelefon zum Thema Corona ein (28.02.2020)

    Der Landkreis Aurich hat ein Bürgertelefon zu Fragen rund um das Thema Coronavirus eingerichtet. Es  wird am Donnerstagmorgen, 5. März, freigeschaltet. Unter der Rufnummer 04941 16-1616 geben Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Gesundheitsamtes dann Antworten zu häufig gestellten Fragen. Es wird aber keine individuelle medizinische Beratung geben. Das Bürgertelefon ist bis auf weiteres montags bis donnerstags von 8 bis 16 Uhr, freitags von 8 bis 13 Uhr und am Wochenende von 9 bis 12 Uhr besetzt.

    Bestätigte Corona-Fälle gibt es im Landkreis Aurich derzeit nicht. Mit der zentralen Nummer will der Kreis aber die vermehrt auftretenden Fragen aus der Bevölkerung zum Thema Corona bündeln.

    Unter der bundesweiten Notrufnummer 116117 gibt es ebenfalls Informationen zum Thema Corona sowie online unter www.nlga.niedersachsen.de und www.rki.de.

    Die zuständigen Stellen des Landkreises sind in enger Abstimmung und beobachten auch die Entwicklung in den Nachbarkreisen genau. Weitergehende Maßnahmen sind im Landkreis Aurich derzeit aber nicht geplant.

     

    Zur Bewertung von Krankheitszeichen wie Fieber und Husten ist zu bedenken, dass wir uns zurzeit mitten in der diesjährigen Grippewelle befinden und zusätzlich weitere Viren Hochsaison haben, die Atemwegserkrankungen verursachen.

    Daher wird es sich bei Atemwegserkrankungen, die bei Reiserückkehrenden aus Risikogebieten auftreten, zumeist um eine Grippe (Influenzavirus) oder um grippale Infekte durch andere Viren, die Atemwegserkrankungen verursachen, handeln.

     

    Ein Infektionsrisiko besteht für Personen,

    • die sich in einem vom Robert Koch-Institut ausgewiesenen Risikogebiet aufgehalten haben (Eingrenzung des Risikogebietes siehe aktuelle Webseite des RKI, www.rki.de/covid-19-risikogebiete) oder
    • die Kontakt zu einem laborbestätigten Covid-19-Fall hatten.

    Haben Sie die Vermutung, sich mit dem Coronavirus infiziert zu haben, kontaktieren Sie Ihren Arzt telefonisch und teilen ihm Ihre Befürchtung mit. Es ist die Aufgabe der konsultierten Ärztinnen und Ärzte, anhand der verfügbaren Informationen (u.a. Aufenthalt in einem ausgewiesenen Risikogebiet, klinisches Krankheitsbild) zu entscheiden, ob eine Infektion mit dem neuen Corona-Virus vorliegen könnte oder nicht. Durch die frühzeitige Meldung an das Gesundheitsamt kann mit diesem gemeinsam beraten werden, wie wahrscheinlich eine Infektion mit dem neuen Coronavirus ist und ob eine labordiagnostische Abklärung erforderlich ist. Auch zu organisatorischen Punkten der Labordiagnostik berät das Gesundheitsamt. In einem Verdachtsfall sollten Sie bitte nicht ohne vorherige telefonische Klärung die Krankenhäuser aufsuchen.