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Schweinegrippe (= Neue Influenza)

Die Schweinegrippe wurde erstmals im April 2009 nachgewiesen. Mediziner sprechen auch von Neuer Influenza-A/H1N1 oder Neuer Grippe. Der Erreger der Schweinegrippe ist ein Grippevirus vom Typ A/H1N1, das bis dahin unbekannt war. Es enthält Erbgut verschiedener Influenzaviren, die sich ursprünglich unabhängig voneinander in Schweinen, Vögeln und Menschen entwickelten.

Wie die Erreger der gewöhnlichen saisonalen Grippe kann das neue Virus von Mensch zu Mensch überspringen. Eine Übertragung von Tier auf Mensch ist bislang nicht nachgewiesen. Die Schweinegrippe trat zunächst massiv in Mexiko auf. Inzwischen hat sie sich weltweit ausgebreitet. Am 11. Juni 2008 rief die Weltgesundheitsorganisation WHO die höchste Pandemiestufe 6 aus.

» Parallelen zur saisonalen Grippe

A/H1N1 wird vor allem über Tröpfcheninfektion übertragen, also beim Husten oder Niesen. Die Symptome der Schweinegrippe ähneln denen der saisonalen Grippe. Allerdings leiden Erkrankte darüber hinaus verstärkt unter Magen-Darm-Problemen. Im Unterschied zur saisonalen Grippe tritt die Schweinegrippe im Sommerhalbjahr verstärkt auf. Häufig befällt sie junge, gesunde Menschen. Der Impfstoff gegen die normale Grippe wirkt nicht, weil es sich um einen anderen Virenstamm handelt.

» Inkubationszeit und Ansteckungsgefahr

Von der Ansteckung bis zum Ausbruch der Krankheit vergehen ein bis drei Tage (Inkubationszeit).

Das Virus kann aber schon weitergegeben werden, bevor die ersten Krankheitssymptome auftreten. Menschen mit Schweinegrippe scheiden die Viren noch drei bis fünf Tage nach Ausbruch der Krankheit aus. Kleine Kinder können die Viren offenbar auch noch länger ausscheiden.
Besonders gefährdet sind chronisch Kranke und Menschen, die in speziellen Berufsgruppen mit vielen Kontakten zu anderen Menschen arbeiten, beispielsweise medizinisches Personal, Lehrer oder Kindergärtner/innen.