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Grundwasserentnahme (= Grundwassernutzung)

Das Wasserhaushaltsgesetz (WHG) sowie das Niedersächsische Wassergesetz (NWG) machen grundsätzlich jede Benutzung eines Gewässers abhängig von einer behördlichen Erlaubnis. Das Entnehmen und Zutagefördern von Grundwasser ist eine Gewässerbenutzung im Sinne des § 9 WHG, die gemäß § 8 WHG einer Erlaubnis durch die untere Wasserbehörde bedarf.

Zu den erlaubnispflichtigen Grundwasserbenutzungen gehören z. B. Grundwasserentnahmen zu folgenden Zwecken:

  • Trinkwasserversorgung, sofern mehr als 1 Haushalt versorgt wird,
  • Gartenbewässerung (mehrere Grundstücke aus einem Brunnen),
  • Landwirtschaftliche Beregnung (Gärtnereien),
  • Gewerbliche Zwecke,
  • Wasserhaltung für Baumaßnahmen

Die für diese Zwecke zu beantragende Erlaubnis gewährt die Befugnis zur Grundwasserentnahme in einer bestimmten Menge und zu einem bestimmten Zweck. Die Erlaubnis kann unter Festsetzung von Benutzungsbedingungen und Auflagen für einen begrenzten Zeitraum erteilt werden.

Nur unter bestimmten Bedingungen liegen die Voraussetzungen für eine erlaubnisfreie Grundwassernutzung vor (z. B. Gartenbewässerung eines Grundstücks, Trinkwasserversorgung eines Haushaltes). Hier ist die untere Wasserbehörde zur Beratung heranzuziehen.

Gebühren

Die Gebühren richten sich nach der Allgemeinen Gebührenordnung (AllGO) der Landes Niedersachsen.

Rechtsgrundlagen (Allgemein)

  • Wasserhaushaltsgesetz (WHG)
  • Niedersächsisches Wassergesetz (NWG)

Benötigte Unterlagen

Antrag auf wasserrechtliche Erlaubnis nach § 8 WHG für die Entnahme von Grundwasser zur Wasserhaltung.

Hinweis: Bitte übersenden Sie den Antrag sowie die Unterlagen auch in digitalisierter Form.