Der Katastrophenschutzstab

Die Leitung der Katastrophenbekämpfung obliegt dem Hauptverwaltungsbeamten der Katastrophenschutzbehörde; innerbehördlich kann er die Leitung auch einer anderen Person übertragen. Als Führungsinstrument steht ihm oder dem jeweils mit dieser Aufgabe betrauten Mitarbeiter der Katastrophenschutzstab mit sechs Stabsbereichen ergänzt um Fachberater und Verbindungspersonen zur Seite.

Der Katastrophenschutzstab wird in den Katastrophenschutzgesetzen nur erwähnt. Seine Organisation ergibt sich überwiegend einheitlich in Deutschland aus den Verwaltungsvorschriften. In Niedersachsen ist das die Feuerwehr-Dienstvorschrift 100 (Einsatz- und Ausbildungsanleitung für Feuerwehren sowie Einrichtungen und Einheiten des Katastrophenschutzes im Lande Niedersachsen; Führung und Leitung im Einsatz-Führungssystem; Runderlass des NDS. Innenministeriums vom 19.10.2000)

Der Stab hat keine operativen Aufgaben und führt auch nicht die Einsatzkräfte. Er arbeitet im rückwärtigen Bereich, abgesetzt vom Schadenereignis in den Räumen der Katastrophen-schutzbehörde; verfügt über eine hochgerüstete Kommunikationszentrale und über eine technische Ausstattung zur Darstellung von Lagen.

Der Stab hat die strategischen, logistischen und kommunikationsbezogenen Aufgaben zu erledigen, die ohne diese Zusammenfassung auf zahlreiche "Amtsstuben" verteilt wären und die normalerweise nur im Rahmen der Alltagstätigkeit während der normalen Bürostunden erledigt werden würde. Die Arbeit des Stabes betrifft nicht die einzelnen Einsatzmaßnahmen, sondern gewährleistet die Rahmenbedingungen für einen möglichst reibungslosen Einsatz der Kräfte. Verkürzt kann man sagen, der Stab hat alles zu

- unterbinden, was die Einsatzkräfte an der Aufgabenerfüllung vor Ort behindern könnte

- tun, um die reibungslose Gefahren- / Schadenbeseitigung zu ermöglichen.