Qualifikationen

Rettungshelfer

Alle Zivildienstleistenden und Mitarbeiter im freiwilligen sozialen Jahr werden mit einer 4-wöchigen theoretischen Rettungssanitäterausbildung und einem 14-tägigen Einweisungsdienst in den Rettungswachen zu Rettungshelfern qualifiziert.

Rettungssanitäter

Um sich zum Rettungssanitäter zu qualifizieren, sind neben den 4 Wochen theoretische Ausbildung noch ein 4-wöchiges Praktikum in der OP-Abteilung und Intensivstation einer Klinik erforderlich. Daran anschließend ist ein 4-wöchiges Praktikum an einer anerkannten Lehrrettungswache abzuleisten. Die Ausbildung endet mit einem Abschlusslehrgang, der eine Woche dauert und eine schriftliche, praktische und mündliche Prüfung beinhaltet.
Die Ausbildung qualifiziert den Rettungssanitäter dazu, als Teil der Regelbesatzung eines Rettungswagens, zusammen mit einem Rettungsassistenten, in der Notfall- und Unfallrettung tätig zu sein oder einen qualifizierten Krankentransport verantwortlich durchzuführen.

Rettungsassistent

Die Ausbildung ist in dem Rettungsassistenten-Gesetz (RettAssG) und der Rettungsassistenten Ausbildungs- und Prüfungsverordnung (RettAssAPrV) geregelt. Hierbei handelt es sich um eine zweijährige Ausbildung. In dem ersten Jahr findet die schulische Ausbildung, unterbrochen durch zwei Kurzpraktika in einer Klinik, an einer staatlich anerkannten Rettungsschule statt und endet mit dem Staatsexamen. Anschließend erfolgt an einer ermächtigten Lehr-Rettungswache die praktische Ausbildung in Form eines Anerkennungsjahres. Die RettAss-Ausbildung endet mit dem qualifiziertem Abschlussgespräch. Der ausgebildete Rettungsassistent kann nun die Erlaubnis zum Führen der Berufsbezeichnung "Rettungsassistent" beantragen.
Die Ausbildung zum Rettungsassistenten ist keine Ausbildung nach dem Berufsbildungsgesetz, sondern lediglich eine Berufsschutzbezeichnung.

Der Rettungsassistent ist mit seiner Ausbildung befähigt, am Notfallort bis zur Übernahme der Behandlung durch den Arzt lebensrettende Maßnahmen bei Notfallpatienten durchzuführen, die Transportfähigkeit solcher Patienten herzustellen, die lebenswichtigen Körperfunktionen während des Transports zum Krankenhaus zu beobachten und aufrechtzuerhalten sowie kranke, verletzte und sonstige hilfsbedürftige Personen, auch soweit sie nicht Notfallpatienten sind, unter sachlicher Betreuung zu befördern.

Notarzt

Der Notarzt verfügt neben der klinischen Erfahrung über spezielle intensivmedizinische Kenntnisse und eine Zusatzausbildung als Facharzt für Rettungsmedizin. Während der einsatzfreien Zeit arbeitet er in der Ubbo-Emmius-Klinik Aurich bzw. Norden.
Am Einsatzort untersucht er den Patienten, erstellt die Diagnose, ordnet die erforderlichen Maßnahmen an und führt die speziellen ärztlichen Maßnahmen (z.B. Medikamentengabe) selber durch. Er überwacht aus medizinischer Sicht die technische Rettung, ordnet den Transport ins Krankenhaus an und überwacht dabei den Patienten.