Sonderabfälle

Nachtspeicheröfen

Nachtspeicheröfen, die vor 1980 gebaut worden sind, enthalten häufig asbesthaltige Bauteile. Diese asbesthaltigen Bauteile dürfen nur von sachkundigen Firmen ausgebaut und entsorgt werden. Firmen, die diese Sachkunde besitzen, können bei der Umwelt- und Abfallberatung angefragt werden.

Ob ein Nachtspeicherofen asbesthaltige Bauteile enthält, erfahren Sie unter Angabe von

  • Fabrikat (z.B. Stiebel)
  • Typenreihe (z.B. ET.., ETA..)
  • Gerätetyp (z.B. ET 45, ETA 15)
  • Baujahr (z.B. 1968)

ebenfalls bei der Umwelt- und Abfallberatung.

Asbestzement

Asbest ist eine Bezeichnung für eine Gruppe natürlich vorkommender feinfaseriger Minerale. Gelangen Staubpartikel in die Atmungsorgane des Menschen, können sie als Spätfolge gefährliche Tumore auslösen.

  • Die Asbestzementplatten sind stets feucht zu halten, damit keine Stäube entstehen, die zu den oben erläuterten Spätfolgen führen können.

  • Die Platten sind in Big Bags oder Folie zu verpacken, so dass keine Stäube freigesetzt werden, die das Deponiepersonal gefährden könnten.

Asbesthaltige Produkte wie Platten und Wellplatten aus Faserzement dürfen nicht wieder verwendet oder eingebaut werden, dies ist nach § 15 Abs.1 Nr.1 der Gefahrstoffverordnung untersagt!

Auch Fensterbänke, Trennwände, Außenverkleidungen, Verblendungen und Blumenkübel können Asbestfasern enthalten!

Künstliche Mineralfasern

Künstliche Mineralfasern werden, im Gegensatz zu den natürlich vorkommenden Asbestfasern, aus verschiedenen Ausgangsstoffen (Glas, Basaltgestein, Oxidkeramiken) synthetisch hergestellt. Zu ihnen gehören u. a. Glasfasern, keramische Fasern, Glaswolle und Steinwolle.

Glas- und Steinwolle werden vor allem zur Wärmeisolierung und Schalldämmung eingesetzt. Beim Umgang mit diesen Stoffen können lungengängige Faserstäube freigesetzt werden, die ebenso wie Asbestfasern Krebs erzeugen können. Aus diesem Grund sollten beim Umgang mit Mineralfasern Schutzmaßnahmen getroffen werden, die die Freisetzung von Stäuben sowie die Reizung der Atmungsorgane und der Haut verhindern. 

Für die Entsorgung von Glas- oder Steinwolle gilt, dass diese staubdicht verpackt an den Müllumschlagstationen des Landkreises Aurich angeliefert werden müssen.

Weitere Informationen:

Das Faltblatt mit Hinweisen zum Umgang und der Entsorgung von Mineralfasern erhalten Sie kostenlos bei der Umwelt- und Abfallberatung des Landkreise Aurich.