Kompostierbare Abfälle

Grünabfälle sind eine wertvolle "Zutat" auf dem Komposthaufen. Zusammen mit trockenen, ungekochten Küchenabfällen, Pflanzenresten und Erde ergeben sie die ideale Kompostiermischung, aus der Sie nährstoffreichen Dünger gewinnen können.

Wie die Eigenkompostierung garantiert gelingt, erfahren Sie in unseren Hinweisen zur Kompostierung.

Zu Grünabfällen gehören ...
Baum-, Strauch- und Heckenschnitt, Laub und Rasenschnitt 

Selbstanlieferung
Wenn Sie weder Platz noch Zeit haben, Ihren eigenen Kompost herzustellen, können Sie Ihre Grünabfälle bei folgenden Annahmestellen anliefern:

 

- Müllumschlaganlage Hage

- Entsorgungszentrum Großefehn und

- Wiederverwertungszentrum (WVZ) Georgsheil

 

 

 

 

Hinweise zum richtigen Kompostieren

Warum kompostieren?

Viele Menschen merken, daß frisches Obst und Gemüse nicht mehr so schmeckt, wie es schmecken sollte. Deshalb gehen viele Haushalte wieder dazu über, als Hobbygärtner ihren Gemüsebedarf zumindest teilweise selbst zu decken. Um einen schmackhaften Salatkopf oder eine leckere Tomate zu ernten, ist der Komposthaufen als Humusbereiter die beste Voraussetzung.

Heute besinnt man sich und stellt fest, daß der Humus mehr enthält als industriell hergestellte Düngesalze. Die organische Substanz, die Grundbestandteil des Bodens ist und in der Natur die wichtigste natürliche Stickstoffquelle darstellt, liefert den Pflanzen viele lebenswichtige Elemente.

Die im Boden lebenden Organismen, Pilze, Bakterien, Algen, Würmer, Insekten etc., setzen die organischen Abfallstoffe um. Sie werden als Flora und Fauna bezeichnet.

Eine handvoll Boden enthält mehr Lebewesen, als Menschen auf der Erde leben. Einige dieser Lebewesen sind auf dem Streichholzkopf dargestellt. Der vergrößerte Ausschnitt zeigt die Mikroorganismen.    

Um diesen Kleinlebewesen optimale Bedingungen für ihre Arbeit zu schaffen, ist es wichtig, ihre besonderen Bedürfnisse zu berücksichtigen. Von großer Bedeutung für den biologischen Prozeß der Rotte sind die Faktoren Wasser, Luft, Wärme und Nährstoffe.

Wasser ist die Voraussetzung allen Lebens. Bei fehlender Feuchtigkeit gehen viele Mikroorganismen zu einer Ruhepause über, in der der Verrottungsprozeß stockt. Zuviel Wasser gefährdet jedoch die Durchlüftung.

Luft enthält den für die Atmung der Lebewesen notwendigen Sauerstoff. Bei ungenügender Durchlüftung des Kompostmaterials wie z.B. in geschlossenen Behältern oder betonierten Abfallgruben, bei zu dichtem Aufschütten oder stauender Nässe tritt Fäulnis auf mit unangenehmem Geruch.

Wärme entsteht durch die Abbauleistung der Mikroorganismen bei Einhaltung optimaler Feuchtigkeits- und Sauerstoffgehalte im Kompost. Bei 40° - 60° C kann eine einwandfreie Kompostierung und Zersetzung unerwünschter Keime stattfinden.

Nährstoffe werden dem Kompost durch das Ausgangsmaterial zugeführt.

Es gilt: Je vielfältiger das Ausgangsmaterial, desto größer der Nährstoffgehalt.

Geeignete Materialien

Pflanzliche Abfälle aus dem Garten: ganze Pflanzen, Strünke, Laub, angewelkter Rasenschnitt, Baum-, Strauch-, und Heckenschnitt, Fallobst u.a.

Organische Abfälle aus dem Haushalt: Blumen, Obst- und Gemüsereste, Schalen von Südfrüchten in kleinen Mengen, Kartoffeln, Kaffee- und Teesatz, Eierschalen, Holzasche, Papier und Pappe in kleinen Mengen, Küchentücher u.a.

Sonstige organische Abfälle: Einstreu und Mist aus der Kleintierhaltung, Sägemehl und -späne, Stroh u.a.

Für eine beschleunigte Rotte ist es erforderlich, besonders hartes und sperriges Material zu zerkleinern (< 5 cm) und es mit weichem Material zu vermischen. Entscheidend für eine erfolgreiche Kompostierung ist die Vielfalt der Ausgangsmaterialien und deren Mischung. So führt eine lockere Mischung aus groben und feinen, harten und weichen, frischen und alten, nassen und trockenen Stoffen am Ende, zu wertvollem Kompost.

In der Regel sind Kompoststarter oder -beschleuniger nicht notwendig, da der Rotteprozeß bei guter Aufbereitung und Mischung sowie lockerer Schüttung und günstiger Feuchtigkeit von selbst abläuft.

 

Standort für den Kompost 

Der Komposthaufen sollte ebenerdig auf dem naturbelassenen Boden an halbschattiger, windgeschützter Stelle im Garten angelegt werden. Der Platz darf nicht zu weit vom Wohnhaus und den Gartenbeeten entfernt und sollte auch bei ungünstiger Witterung leicht und bequem erreichbar sein. Zur Grundstücksgrenze sollte ein Abstand von mindestens 0,5 m eingehalten werden.

Aufbau des Komposthaufens

Der Komposthaufen sollte eine Höhe von etwa 1,5 m und am Fuß eine Breite von etwa 2 m nicht überschreiten.

In kleinen Gärten bietet sich die Kompostierung in Rotteboxen (Silos) aus Holz, Blech, Maschendraht oder Stein an. Wichtig hierbei ist, daß über den gesamten Umfang eine Luftzufuhr durch Schlitze oder Löcher gegeben ist.    

Zuerst wird grobes Material (zerkleinerter Baum- und Strauchschnitt, Reisig, Äste und Stengel von Stauden und Blumen) bis zu einer Höhe von ca. 20 cm ausgelegt. Auf diese Schicht werden die geeigneten Materialien, vermischt mit etwas altem Kompost oder Erde, aufgegeben. Der Komposthaufen sollte zum Schutz mit einer Decke aus Grasschnitt, Laub oder Stroh abgedeckt werden.

Nach 2 Monaten wird der Haufen umgesetzt, um das Material erneut zu durchmischen und um nasse, trockene oder evtl. faulende Zonen zu beseitigen. Nach 6 Monaten ist der Kompost reif und kann nach Absiebung (Maschenweite ca. 20 mm) von unverrotteten oder groben Bestandteilen im Garten verwendet werden. Die Siebreste werden mit frischem Material erneut kompostiert.

Im Winter darf der Kompost nicht umgesetzt werden, um ein Abkühlen zu vermeiden. Länger als ein Jahr sollte der Kompost nicht lagern, da sonst die organischen Substanzen zu weit abgebaut werden.

Anwendung von Kompost

Frischkompost (ca. 2 Monate alt) wird im Herbst zum Mulchen (oberflächliches Abdecken) von Beeten, unter Hecken und Beerensträuchern oder zur Abdeckung von Baumscheiben verwendet.

Reifekompost (ca. 6-12 Monate alt) ist für alle Zwecke verwendbar. Er wird im Frühjahr bzw. vor den Kulturen (Gemüse, Blumen u.a.) oberflächlich eingearbeitet.

Kompost darf nicht untergegraben werden.

Im langfristigen Mittel werden 1-2 kg bzw. 3 Liter Kompost pro m² und Jahr angewendet. Bei schlechten Bodenverhältnissen oder Neuanlage von Gärten können am Anfang bis zu 10 kg/m² (1-2 cm dicke Schicht) einmalig ausgebracht werden.

Die Vorteile von Kompost

sind seine Eignung zur

  • natürlichen Düngung
  • Krankheitsabwehr
  • Bodenbelebung
  • Bodenverbesserung

Nutzen Sie die Vorteile der Kompostierung, dem "Gärtnern ohne Gift"!