Zeltplatz auf Norderney ist für Landkreis unschlagbar

Zeltplatz auf Norderney ist für Landkreis unschlagbar

Richtfest am Dünensender – Am 16. Mai Kartenverkauf

Die Fertigstellung des Neubaus auf dem Zeltplatz des Landkreises Aurich auf Norderney rückt näher. Am vergangenen Dienstag konnte dort Richtfest gefeiert werden. Mit allem, was dazugehört: dem klassischen Richtspruch von Bauleiter Erhard Schneider, einem Richtkranz, den Klaus Jeschke von Jeschke-Holzbau (Riepe-Ochtelbur) mitgebracht hatte und dem obligatorischen Einschlagen eines Nagels – von Landrat Harm-Uwe Weber problemlos bewältigt.

Vor rund 50 Gästen, darunter Norderneys Bürgermeister Frank Ulrichs, Mitglieder des Kreis-Jugendhilfeausschusses, Vertreter des Amtes für Kinder, Jugend und Familie, Handwerker und Vertreter des Jugendherbergswerkes, lobte Weber das Gebäude als sehr gelungen. Ganz besonders stellte er bei seiner Begrüßung die Bedeutung der ehrenamtlichen Betreuerinnen und Betreuer heraus. „Ohne Sie können wir die Sommerfreizeit vergessen“, machte Weber deutlich.

Seit gut 40 Jahren organisiert der Landkreis Fahrten für Kinder und Jugendliche von neun bis 14 Jahren. In dieser Zeit haben insgesamt rund 10.000 Teilnehmer dieses Angebot wahrgenommen. Allerdings war die Anlage am Dünensender doch erheblich in die Jahre gekommen und so hatte das Veterinäramt den Platz 2014 wegen der vorhandenen Mängel stillgelegt. Daher war die Freizeit in den vergangenen zwei Jahren ins nordrhein-westfälische Oer-Erkenschwick ausgewichen. „Aber Norderney ist für uns unschlagbar“, sagte Landrat Weber, der froh ist, dass es nun bald mit der von allen Beteiligten erhofften Rückkehr klappt.

Der Auricher Kreistag hatte den Neubau im Oktober vergangenen Jahres beschlossen. Mit 1,1 Millionen Euro war der erste Entwurf allerdings zu teuer. Die Pläne wurden noch einmal überarbeitet. Nun liegen die Kosten bei rund 770.000 Euro. Das Geld sei gut angelegt, meinte Kuno Behrends (SPD) als Vorsitzender des Jugendhilfeausschusses: „Jeder Euro amortisiert sich.“ Auf Norderney könnten die Kinder – gerade in Sachen Sozialverhalten – eine ganze Menge lernen.

Für Unternehmer Jeschke war das Bauen auf der Insel aufgrund der besonderen Verhältnisse nach eigenen Worten eine Besonderheit. Die zwei Gebäudeteile, die auf dem Platz am Dünensender in Holzrahmenbauweise entstehen, sind für die Nutzung von 150 Personen ausgelegt. Ein Ess- und Seminarraum ist ebenso vorhanden wie Übernachtungsräume für die Betreuer, eine Küche, Sanitäranlagen mit Gruppenduschen und Lagerräume. Der Platz soll auch an weitere Jugendgruppen des Kreises vergeben sowie an externe Gruppen für erlebnispädagogische Ferienangebote vermietet werden. Eine Zusammenarbeit mit der Norderneyer Jugendherberge ist ebenfalls im Gespräch.

Vom 16. bis 24. Juli findet die erste Freizeit in den neuen Anlagen statt – unter der Leitung von Jörg Buß und Tina Schipper. Am Dienstag, 16.Mai, können die Karten für die Zeltfreizeit abgeholt werden. Wie bereits in den letzten Jahren gibt es sowohl in Norden als auch in Aurich die Möglichkeit, die Kinder anzumelden. In Norden werden um 8 Uhr die Türen des Amtes für Kinder, Jugend und Familie in der Brückstraße 15 geöffnet. In Aurich findet die Anmeldung ebenfalls ab 8 Uhr im Kreishaus am Fischteichweg statt. Über Aushänge an den jeweiligen Standorten werden die Interessierten zu den richtigen Räumen gelotst. Neben den eigenen Kindern ist die Anmeldung für höchstens eine weitere Person möglich.

Durch den Neubau auf Norderney gibt es einige Veränderungen. So wird es in diesem Jahr nur einen „klassischen“ neuntägigen Durchgang geben, der die komplette Altersspanne von 9 bis 14 Jahren umfasst. Dieser Durchgang findet vom 16.-24. Juli statt. Die Kosten betragen 150 Euro. Hierin enthalten sind die Überfahrt mit der Fähre ab Norddeich, die Unterbringung in den Zelten, die Vollverpflegung und das Rund-um-die-Uhr-Programm mit sämtlichen Eintrittsgeldern.

Los geht es aber bereits am 6. Juli mit einer Schulung zur Jugendleitercard (Juleica). Sie richtet sich an 15- und 16-Jährige aus dem Landkreis. Eine Woche lang werden die Jugendlichen neben Freizeitangeboten lernen, was dazu gehört, eine Gruppe zu leiten, Programmpunkte vorzubereiten, Erste Hilfe zu leisten und in einem Team zu arbeiten. Die Kosten betragen 100 Euro.

Weitere Informationen zur Zeltfreizeit aus den letzten Jahren sind weiterhin auf der Homepage des Landkreises einsehbar und über die Adresse http://www.zeltfreizeit-norderney.de/ zu erreichen.