Windelentsorgung: Die Anträge für kostenmäßige Entlastung der Familien stehen ab sofort zur Verfügung

Windelentsorgung: Die Anträge für kostenmäßige Entlastung der Familien stehen ab sofort zur Verfügung

Der Landkreis Aurich gewährt Familien mit Kleinkindern, die Windeln zu entsorgen haben, sowie Personen, die Inkontinenzmaterial benötigen, eine finanzielle Entlastung. Anträge gibt es ab sofort in den Kreishäusern Aurich und Norden, beim Amt für Umweltschutz und Abfallwirtschaft (im Gebäude der Agentur für Arbeit in Aurich, Hoheberger Weg 36) sowie auf der Entbindungsstation der Ubbo-Emmius-Klinik in Aurich. Auch die Städte und Gemeinden haben solche Anträge für ihre Bürger vorrätig. Schließlich kann man den Antrag auch hier im Internet ausfüllen, sich ausdrucken und gemeinsam mit den erforderlichen Anlagen beim Kreis einreichen.

Familien benötigen für jedes Kind unter 30 Monaten eine Abstammungsurkunde (Kopie ist ausreichend) sowie den letzten Abfallgebührenbescheid des Landkreises Aurich bzw. ihrer Gemeinde-, Samtgemeinde- oder Stadtverwaltung; auch hier reicht eine Kopie. Mieter können sich eine solche Kopie beim Vermieter besorgen; alternativ reicht auch die Angabe der Tonnen-Nummer der von ihnen benutzten Restmülltonne.

Inkontinenz-Patienten, die ihre Vorlagen über die schwarze Tonne entsorgen, müssen dem Landkreis neben der Kopie des Abfallgebührenbescheides ein ärztliches Attest über die Inkontinenz vorlegen.

Familien mit Kleinkindern erhalten für jedes Kind bis zum 30. Lebensmonat eine Kostenerstattung von 25 Euro pro Jahr, maximal also 62,50 Euro pro Kind. Für jedes unter diese Regelung fallende Kind muss ein separater Antrag gestellt werden. Auch wenn die Anträge erst jetzt gestellt werden können, so erfolgt die Erstattung für im Jahr 2008 geborene Kinder rückwirkend bis maximal zum 1. Januar. In den Folgejahren wird die Erstattung jeweils ohne eine Neubeantragung ausgezahlt.

Inkontinenz-Patienten erhalten bei Benutzung einer 120-l-Restmülltonne ebenfalls eine kostenmäßige Entlastung von 25 Euro pro Jahr - wenn sie 240 l und mehr angemeldet haben, von 50 Euro pro Kalenderjahr. Hierzu muss in jedem Jahr neues ärztliches Attest über die Inkontinenz vorgelegt werden.

Mit diesen Erstattungen sollen die jungen Familien, die von der Gebührenerhöhung zum 01. Januar 2008 am meisten betroffen sind, finanziell entlastet werden. Der Landkreis Aurich zeigt sich also auch hier als familienfreundlicher Landkreis. Gleiches gilt für die Inkontinenz-Patienten.

Bürgerinnen und Bürger, die nach dem Bekanntwerden der bevorstehenden Erstattungsmöglichkeit beim Landkreis bereits einen formlosen Antrag eingereicht haben, müssen die Erstattung jetzt nicht noch einmal neu beantragen; wenn wichtige Angaben oder Unterlagen fehlen, werden sie vom Landkreis angeschrieben; das gilt auch für die Bürger, die bisher lediglich ihre Adresse angegeben haben.

Aufgrund der im Rahmen der Kindergartenbedarfsplanung ermittelten Zahlen geht der Landkreis davon aus, dass im Kreisgebiet rund 3.800 Kinder im Alter von 0 bis zweieinhalb Jahren leben, deren Eltern damit antragsberechtigt sind. Und nach Angaben der ambulanten Pflegedienste leben hier rund 900 Inkontinenz-Patienten. Die Kosten für die Erstattungen werden deshalb (ohne die Verwaltungskosten) auf ca. 100.000 Euro pro Jahr geschätzt, die aus allgemeinen Haushaltsmitteln, sprich: aus Steuergeldern aufgebracht werden müssen. Die Rechtslage in Niedersachsen erlaubt in diesem Fall keine Umverteilung bei den Müllgebühren.

Antrag auf kostenmäßige Entlastung für die Entsorgung von Windeln (Kleinkind)

Antrag auf kostenmäßige Entlastung für die Entsorgung von Inkontinenzartikel

Die Anträge sind dauerhaft eingestellt zu den Anliegen

  1. Kostenmäßige Entlastung bei der Windelentsorgung
  2. Kostenmäßige Entlastung bei der Entsorgung von Inkontinenzmaterial