Wahlhelfer haben gute Arbeit geleistet

Wahlhelfer haben gute Arbeit geleistet

Der Kreiswahlausschuss hat gestern in öffentlicher Sitzung im Kreishaus Aurich das amtliche Wahlergebnis für den Landtagswahlkreis 86 Aurich festgestellt. Landrat Theuerkauf als Kreiswahlleiter dankte zu Beginn der Sitzung allen ehrenamtlichen Wahlhelfern, deren Arbeit er großen Respekt zollte.

Kreisweit seien am Wahlabend in den 127 Wahlvorständen bei den Kommunen und den acht beim Landkreis gebildeten Briefwahlvorständen 810 Wahlhelfer im Einsatz gewesen; dazu kamen noch die hauptberuflichen Verwaltungskräfte – angefangen vom Kreiswahlleiter und den Bürgermeistern über die besonders geforderten Computerabteilungen bis hin zu den Boten.

Insgesamt waren damit am Wahlabend 933 Personen im Einsatz – und das für nur 46.412 Wähler, was der Landrat angesichts der Zahl von 83.732 Wahlberechtigten mehr als bedauerte. Bei einer Wahlbeteiligung von durchschnittlich 55,4 Prozent – d.h. in  einigen Kommunen sogar unter 50 Prozent – müsse man die Frage nach der demokratischen Legitimation des Parlamentes stellen, auch wenn die Wahl rechtlich nicht zu beanstanden sei.

Der Kreiswahlleiter forderte den Landtag auf, kritisch zu hinterfragen, warum so viele Bürger sich von der Politik abgekehrt und Wahlenthaltung geübt hätten. Die außergewöhnlich hohe Zahl von 1.297 ungültigen Stimmen führte er größtenteils auch nicht auf Unkenntnis zurück, sondern wertete auch dies als eine Form des Protestes.

Computer zeigt WahlergebnisseErfreut zeigte sich Theuerkauf über die hohe Zahl an Zugriffen auf die Internet-Seiten des Kreises. Während durchschnittlich 1.500 Surfer täglich die Homepage des Landkreises Aurich besuchen, wurden bis zwei Tage nach der Wahl insgesamt 22.000 Zugriffe registriert. Das zeuge dann wiederum doch von politischem Interesse.

Erfreut zeigte sich der Kreiswahlleiter auch über die äußerst geringe Fehlerquote bei der Auszählung der Stimmen; dem Kreiswahlausschuss mussten nur in ganz geringem Umfange Korrekturen vorgelegt werden. Im wesentlichen handelte es sich dabei um Fehleinschätzungen bei der Gültigkeit eines Stimmzettels, der mit Erst- und Zweitstimme wie zwei selbstständige Stimmzettel angesehen werden müsse. Die Ungültigkeit auf  der einen Hälfte habe also keinen Einfluss auf die Stimmabgabe im gegenüberliegenden Bereich.

Dann seien von den Briefwahlvorständen teilweise Stimmabgaben, bei denen kein ausgefüllter und unterschriebener Wahlzettel beilag, als ungültige Stimme gewertet worden; dies sei jedoch falsch; ein solches Verhalten muss wie ein Nicht-Wähler gewertet werden.

Schließlich konnte noch am Wahlabend das Versehen einer Samtgemeinde durch Plausibilitätsprüfung korrigiert werden, die in ihrem Gesamtergebnis die Stimmen einer Mitgliedsgemeinde vergessen hatte.