Richtig trennen hilft Umwelt und Geldbeutel

Richtig trennen hilft Umwelt und Geldbeutel

Altpapier hat in Gelber Tonne nichts verloren. Entgangene Erlöse und zusätzlicher Sortieraufwand belasten den Gebührenhaushalt.

 

Bis mindestens 2020 wird der Abfallwirtschaftsbetrieb Landkreis Aurich (AWB Aurich) die Abfälle der Gelben Tonne im Auftrag der Dualen Systeme im Kreisgebiet einsammeln. Im Rahmen einer europaweiten Ausschreibung hatte sich der Abfallwirtschaftsbetrieb des Landkreises in diesem Jahr erneut gegen die Konkurrenz der Entsorgungsbranche durchsetzen können.

Eine gute Nachricht ist das nicht nur für den Landkreis und seine Mitarbeiter. So rentieren sich die Anschubkosten der erstmaligen Beauftragung im Jahr 2014 für den Zeitraum 2015 bis einschließlich 2017 wie für die Beschaffung der Gelben Tonnen und weiterer Seitenladerfahrzeuge jetzt umso mehr. Und viele Mitarbeiter des AWB Aurich haben langfristig einen sicheren Arbeitsplatz. Aber auch die Bürgerinnen und Bürger müssen sich nicht erneut auf ein neues Abholsystem einstellen und können ihren Verpackungsabfall aus Plastik, Metall und Verbundstoffen wie gewohnt 4-wöchentlich über die Gelbe Tonne abholen lassen.

Aber es gibt auch noch Möglichkeiten der Verbesserung - besonders was das richtige Sortieren der Abfälle angeht. Wie bereits vor drei Jahren wurde auch in diesem Jahr das Sammelgemisch aus der Gelben Tonne im Vorfeld der neuen Vertragslaufzeit von den Systembetreibern der Dualen Systeme analysiert. Dabei stellte sich zum einen heraus, dass der Anteil sogenannter „stoffgleicher Nichtverpackungen“  von 15 % auf etwa 30 % gestiegen ist. Diese „stoffgleichen Nichtverpackungen“  sind Abfälle aus Kunststoff und Metall, die zwar keine Verpackung sind, aber dennoch über die Gelbe Tonne als Wertstoff miterfasst und vom Bürger dem Landkreis zur Entsorgung überlassen werden.

Allerdings fanden sich in den Tonnen auch etwa 13 % Papier, Pappe und Karton und weitere 17 % Störstoffe. Hier ist vor allem ein hoher Anteil an Textilien zu nennen.  Allein die entgangenen Erlöse für Altpapier, das nicht in der blauen Tonne gelandet ist, belaufen sich auf über 200.000 Euro im Jahr. Hinzu kommen hohe Ausgaben für die Entsorgung der falsch sortierten Abfallanteile über kostenpflichtige Systeme. Zusammengerechnet ergibt das eine beachtliche Summe, die den Gebührenhaushalt stark belastet.

Deshalb ist es enorm wichtig, die Bürger zu sensibilisieren. Denn richtiges Sortierverhalten erleichtert nicht nur die anschließende, möglichst hochwertige Verwertung und das Recycling der gesammelten Abfälle, sondern spart am Ende auch viel Geld. Der Abfallwirtschaftsbetrieb Landkreis Aurich weist daher darauf hin, dass Papier und Pappe von Verpackungen und Nichtverpackungen ausschließlich über die blaue Altpapiertonne zu entsorgen sind. Textilien und Schuhe gehören in die im ganzen Landkreis zu findenden Altkleidercontainer oder, sofern sie nicht mehr tragbar sind, in die Restabfalltonne.

Wer sich nicht sicher ist, wohin mit den im Haushalt anfallenden Abfällen, kann sich jederzeit im Abfallratgeber, über die Internetseiten des Landkreises und die Servicehotline der Abfallberatung genau informieren:

www.landkreis-aurich.de

abfallberatung@landkreis-aurich.de

Service-Hotline: 04941 - 16 7777

 

 

Die Gelbe Tonne

Das darf rein:

Das darf nicht rein:

Kunststoffbecher, z.B. für Joghurt, Margarine

 Papier

Kunststoffflaschen, z.B. für Pflege-, Spül-, Waschmittel

Textilien

Gebrauchsgegenstände aus Kunststoff, z.B. Gießkannen, Plastikschüsseln, Spielzeug

Elektrogeräte

Folien, z.B. Einwickelfolie, Plastiktüten

Energiesparlampen

Schaumstoffe, z.B. Styroporschalen für Lebensmittel

Batterien

Getränke-, Konservendosen, Flaschenverschlüsse

Datenträger

Töpfe, Werkzeuge, Besteck, Schrauben

Holz

Alufolien, -deckel, -schalen

Glas

Getränkekartons

Schadstoffe