Projekt „Feuerwehrausbildung in der Schule“ wird fortgesetzt

Projekt „Feuerwehrausbildung in der Schule“ wird fortgesetzt

Möglichkeit der Ausbildung zum „Truppmann 1“ an BBS Norden

Nicht nur Mathe, Englisch und Deutsch standen im vergangenen Schuljahr auf dem Lehrplan der Conerus-Schule in Norden. Es startete das in Niedersachsen bislang einzigartige Schul- und Feuerwehrwehrprojekt „Feuerwehrausbildung in der Schule“. Es bot den Schülerinnen und Schülern die Möglichkeit, sich zur Feuerwehrfrau bzw. zum Feuerwehrmann (sog. Truppmann 1-Lehrgang) ausbilden zu lassen oder jedenfalls eine Menge über die freiwillige Feuerwehr zu lernen und hinter die Kulissen zu schauen.

Die erste Gruppe des Schuljahres 2016/17 hat soeben das Projekt abgeschlossen und war mit großem Eifer dabei. Die Begeisterung in der Schülerschaft, im Kollegium und in der Feuerwehr ist so groß, dass entschieden wurde, das Projekt fortzuführen. Schulleiter Volker Cammans lobte bei einem Treffen der Beteiligten ausdrücklich die hervorragende Zusammenarbeit zwischen Schule und Feuerwehr.

Es haben mittlerweile bereits zwei weitere Schulen - die IGS Krummhörn und die KGS Großefehn - ähnliche Initiativen zusammen mit den örtlichen Feuerwehren entwickelt. „Ein toller Erfolg!“, zeigt sich Regierungsbrandmeister Ernst Hemmen begeistert.

„Truppmann 1, was bedeutete das und was muss man dafür wohl tun?“ fragt sich jetzt vielleicht der ein oder andere Schüler der Conerus-Schule. Denn auch im kommenden Jahr wird es eine solche Möglichkeit wieder geben. Die Feuerwehrausbildung wird unter Berücksichtigung der Ausbildungsvorschriften der niedersächsischen Feuerwehrschulen durchgeführt und in den Lehrplänen der Schule berücksichtigt. Ab August stehen - wie schon im vergangenen Jahr - unter anderem die Themen Fahrzeugkunde, Lösch -und Rettungsgeräte sowie ein Erste-Hilfe-Kurs auf dem Lehrplan und werden in 80 Wochenstunden von ausgebildeten und erfahrenen Feuerwehrleuten unterrichtet. Wer sich für den freiwilligen Unterricht entscheidet und Spaß und Interesse daran hat, etwas Neues kennenzulernen ist willkommen. Natürlich steht am Ende auch eine theoretische und praktische Prüfung an. Eine Herausforderung, die sich bei Interesse, Durchhaltevermögen und Freude an der Sache gut meistern lässt.

Das niedersächsische Ministerium für Inneres und Sport und der Landkreis Aurich haben mit diesem Projekt gemeinsam mit der BBS Norden neue Maßstäbe gesetzt und hoffen, dass sich mehr Jugendliche für die ehrenamtliche Tätigkeit im Brand- und Katastrophenschutz interessieren und für das Arbeiten in einer solchen Einsatzabteilung begeistern können. Denn auch die freiwillige Feuerwehr wirbt immer mehr um qualifizierten und motivierten Nachwuchs.

Dieses Projekt bot und bietet den Schülerinnen und Schülern die Möglichkeit, die gute und vorbildhafte Arbeit der freiwilligen Feuerwehr zu unterstützen. Das Projekt  wurde im letzten Jahr durch Frau Dr. Angela Lißner, Amt für Brand- und Katastrophenschutz der PD Osnabrück, und Regierungsbrandmeister Ernst Hemmen initiiert. Die finanziellen Mittel wurden bisher durch das Innenministerium sowie durch den Landkreis Aurich zur Verfügung gestellt, damit jeder, der sich für die freiwillige Feuerwehr-Grundausbildung an der BBS Norden entscheidet, auch an Feuerwehrfahrzeugen üben und mit einer professionellen Schutzausstattung ausgerüstet werden kann. Auch für das kommende Jahr ist die Unterstützung gesichert.