Nun freundlichere Begriffe bei den Verfahren in Familiensachen

Nun freundlichere Begriffe bei den Verfahren in Familiensachen

Kreisrat Frank Puchert als zuständiger Dezernent begrüßte am Donnerstag, 12. November 2009 die Teilnehmer der Fortbildungsveranstaltung im Kreishaus Aurich.

Beim Landkreis Aurich fand jetzt eine Fortbildungsveranstaltung zu dem am 1. September 2009 in Kraft getretenen Gesetz über das Verfahren in Familiensachen und in den Angelegenheiten der freiwilligen Gerichtsbarkeit (FamFG) statt, bei dem endlich freundlichere Begriffe gewählt wurden.

Statt einer Klage spricht man jetzt von einem Antrag, statt eines Rechtsstreits oder Prozesses heißt es jetzt verfahren, und statt eines Urteils endet ein solches Verfahren mit einem Beschluss. Ein weiterer Kernpunkt der Gesetzesnovelle ist die Auflösung des Vormundschaftsgerichts; alle Verfahren sind jetzt einheitlich beim Familiengericht anhängig.

Über die damit verbundene völlig neue Verfahrensordnung für Richter, Anwälte und Verwaltung referierte jetzt Dr. Marie-Luise Kohne vor rund 25 Teilnehmern aus dem Amt für Kinder, Jugend und Familie des Landkreises Aurich sowie aus den Jugendämtern der Kreise Leer, Wittmund und Friesland. Frau Dr. Kohne ist Fachanwältin, Dozentin an der Uni Münster und bundesweit bekannt als Verfasserin diverser Fachbücher.

Bei dieser so genannten Inhouse-Fortbildung, mit der die Teilnahme an einer Fortbildung in Hannover ersetzt werden konnte, ging es u.a. um die Themen Abstammungs- und Vaterschaftsfeststellung, Verfahrensvorschriften für Beistände und um die Unterhaltsvorschussstelle bei den Jugendämtern.