„Nicht warten, wir starten“

„Nicht warten, wir starten“

Fachtag zur Sprachförderung in Kindertagestätten

Das Land Niedersachsen hat beschlossen, die Aufgabe der Sprachförderung und Sprachstandsüberprüfung von den Grundschulen in die Kindertagesstätten zu verlagern. Auch wenn der Gesetzentwurf noch im Landtag beraten wird, wollen die Verantwortlichen des Amtes für Kinder, Jugend und Familie des Landkreises Aurich nicht warten, sondern mit der Vorbereitung für eine gute Umsetzung in den Kindertagesstätten  jetzt  starten.  Aus diesem Grund hat das Amt für Kinder, Jugend und Familie am 23. Mai 2018 einen Fachtag mit dem Thema „Inklusive Sprachbildung - Übergänge gestalten“  für alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von Krippen, Kitas und Grundschulen organisiert und dazu eingeladen. Das Interesse ist groß: Mit rund 130 Anmeldungen ist die Tagung, die unter der Schirmherrschaft von MdL Wiard Siebels im Europahaus stattfindet, „ausverkauft“. Sie dient als Auftakt – weitere Veranstaltungen zu der Thematik sollen folgen.

Die Kitas befassen sich bereits seit 2007 mit der „alltagsintegrierten sprachlichen Bildung“. Hierzu wurden vom Amt für Kinder, Jugend und Familie regelmäßig Fortbildungen angeboten, so dass die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Kitas gut auf die kommenden Aufgaben vorbereitet sind. Auch die Entwicklungsdokumen-tationen der zu betreuenden Kinder sind in den Kindertagesstätten inzwischen zur Routine geworden. Seit 2016 werden außerdem  16 Kindertagesstätten im Bundesprogramm „ Sprach-Kitas: Weil Sprache der Schlüssel zur Welt ist“ von einer Mitarbeiterin des Amtes betreut. Die zusätzlichen Fachkräfte für sprachliche Bildung in den Kitas und die Leitungskräfte werden zum Thema sprachliche Bildung, Inklusion sowie  in der Zusammenarbeit mit den  Familien drei Jahre begleitet, geschult und anschließend als Sprach-Kita qualifiziert.

Das Amt für Kinder, Jugend und Familie sieht sich in der Verantwortung, allen Kindern  gleiche Bildungschancen zu ermöglichen und die Inklusion mit Leben zu füllen. Dazu braucht es gemeinsame Strategien und Lösungen.  Damit alle Kinder die Übergänge von der einen in  die andere Bildungsinstitution möglichst problemlos schaffen, ist eine intensive Zusammenarbeit der  Bildungsinstitutionen und auch der Eltern entscheidend.