Netzwerk für Jugendberufsagentur wird enger geknüpft

Netzwerk für Jugendberufsagentur wird enger geknüpft

Auftaktveranstaltung mit mehr als 50 Fachkräften

Landrat Harm-Uwe Weber und der Operative Geschäftsführer der Agentur für Arbeit, Manfred Gardemann, konnten am vergangenen Mittwoch fast 60 Fachleute der Jugend- und Sozialarbeit im Landkreis Aurich begrüßen. Anlass war eine Fachveranstaltung zum weiteren Ausbau der Netzwerkarbeit im Sinne einer virtuellen Jugendberufsagentur.

Bereits zum 1. Juni 2016 hatten Landrat Weber und der Vorsitzende der Geschäftsführung der Agentur Emden-Leer, Roland Dupak, eine weitreichende Kooperationsvereinbarung zur engeren Zusammenarbeit im Bereich der Berufsorientierung und der beruflichen Eingliederung von Jugendlichen und jungen Erwachsenen unter 25 Jahren unterzeichnet. Diese soll die zukünftige Zusammenarbeit der beteiligten Landkreisämter – dem Amt für Kinder, Jugend und Familie und dem angegliederten Pro Aktiv Center; dem Jobcenter; dem Amt für Schulen und IT; sowie der Berufsberatung der Agentur und den Berufsbildenden Schulen in Aurich und Norden - auf eine neue gemeinsame Basis stellen.

Nachdem nun weitere Abstimmungen und Vorbereitungen durch die Steuerungs- und Koordinierungsgruppe abgeschlossen werden konnten, wurden die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus den beteiligten Netzwerkinstitutionen zu einem sogenannten World-Café in die Kreisvolkshochschule Aurich eingeladen, um sich kennenzulernen und sich über Probleme und Lösungsansätze einer möglichst optimalen Zusammenarbeit auszutauschen.

Wie Moderator Andre Jentzsch feststellen konnte, war den meisten Kolleginnen und Kollegen diese Form des kollegialen Austausches neu. Umso gespannter waren die Anwesenden. Das World-Café ist eine Methode, um in relativ kurzer Zeit möglichst viele unterschiedliche Gesprächspartner – in diesem Fall die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Netzwerkpartner - zu einer festgelegten Fragestellung an einen World-Café Tisch zu bringen. In einer moderierten Diskussion tragen alle Beteiligten ihre Beiträge zum Thema zusammen. Diese werden auf vorbereiteten Tischunterlagen schriftlich festgehalten. Nach Beendigung mehrerer Gesprächsrunden, mit jeweils wechselnden Diskussionsteilnehmern, werden alle Ergebnisse zum jeweiligen Thema zusammengefasst und allen Teilnehmerinnen und Teilnehmern vorgetragen.

Am Ende von 5 Gesprächsrunden von jeweils 30 Minuten kristallisierten sich mehrere Themenblöcke heraus, an denen in den nächsten Monaten weitergearbeitet werden soll. Schwerpunkte bildeten sich unter anderem heraus bei der Herstellung einer Transparenz der zahlreichen Förder- und Beratungsangebote; den Problemen der datenschutzrechtlichen Auflagen, um einen gesetzeskonformen Austausch untereinander im Sinne der Ratsuchenden zu realisieren; sowie der Verkürzung der Wege für die Betroffenen und der Schaffung von zentralen Anlaufstellen.

Alle Teilnehmenden waren von der Form der Veranstaltung begeistert und konnten am Ende des Tages eine Menge positiver Eindrücke, vor allem aber „Zu jedem Namen ein Gesicht mitnehmen“.