Landrat sorgt sich um Ferientermine

Landrat sorgt sich um Ferientermine

Mit einem auf den ersten Blick eher unspektakulären Thema trat Landrat Theuerkauf an die Öffentlichkeit. Es ging um die Ferienregelung in den Jahren 2010 bis 2017, die in der Zuständigkeit der Kultusministerkonferenz liegt.

Da aber Niedersachsen und Nordrhein-Westfalen dem Vorschlag nicht zugestimmt haben, müssen sich jetzt die Ministerpräsidenten mit dem Thema beschäftigen.

Der Landrat stellte dann heraus, was das Interesse des Landkreises Aurich und insbesondere der hiesigen Fremdenverkehrswirtschaft an der Ferienregelung sei. Früher dehnten sich die Sommerferien in den einzelnen Bundesländern über einen Zeitraum von 89 Tagen aus; nach dem jetzt vorliegenden Plan seien das – wie schon in dem aktuellen Zeitraum von 1999 bis 2009 – nur knapp 80 Tage.

Noch schwerwiegender aber sei die Überschneidung der Sommerferien von Niedersachsen und Nordrhein-Westfalen als dem größten Urlauber-Quellgebiet. So waren die Ferientermine der beiden Länder vor zwei Jahren waren fast komplett deckungsgleich.

Eine solche Situation führe unweigerlich zu unerwünschten Ballungen in nur wenigen Wochen, d.h. zu einer Überlastung des Bettenangebotes wie auch der Infrastruktur für die Gäste - auch auf den Bundesfernstraßen und in den Urlauberzügen. In den Freizeiteinrichtungen wie Bäder und Spielhäuser, aber auch in den Restaurants, herrsche dann drangvolle Enge.

„Entzerrung und Saisonverlängerung sehen anders aus.“ sagte Theuerkauf. Die durch diese Ballung verursachten Einnahmeverluste für die Volkswirtschaft bezifferte er auf –zig Millionen Euro.