Katastrophenstab des Landkreises bewältigte kompliziertes Übungsszenario mit Bravour

Katastrophenstab des Landkreises bewältigte kompliziertes Übungsszenario mit Bravour

Die Akademie für Krisenmanagement, Notfallplanung und Zivilschutz (AKNZ) stellte dem Katastrophenschutzstab des Landkreises Aurich ein sehr gutes Zeugnis aus

Großes Lob zollten die beiden Dozenten Frank Ehl und Amar El-Katanani von der Akademie für Krisenmanagement, Notfallplanung und Zivilschutz (AKNZ) aus Ahrweiler dem Katastrophenschutzstab des Landkreises Aurich, der an zwei Tagen ein kompliziertes Übungsszenario zu bewältigen hatte.

So stand nach einem Störfall in einem Umspannwerk der EON bei Conneforde ganz Ostfriesland ohne Strom da, und da der Stromausfall von Freitag bis mindestens zum darauf folgenden Mittwoch anhalten sollte, waren bestimmte Vorkehrungen zu treffen, um die Versorgung der Bevölkerung sicherzustellen, um die Bürgerinnen und Bürger vor der Kälte zu schützen und um alle Probleme rund um die Viehhaltung zu lösen.

Erschwerend für die Arbeit des Katastrophenschutzstabes kam hinzu, dass nach wenigen Stunden zuerst das Telefon-Festnetz und kurze Zeit später auch die Mobilfunknetze ausfielen und eine Kommunikation mit den eingesetzten Hilfstruppen dann nur noch per Funk bzw. durch Fahrer möglich war.

Während Informationen an die Bevölkerung anfangs noch über das Radio weitergegeben werden konnten - zumindest über batteriebetriebene Empfangsgeräte, Autoradios, etc. -, gab es später nur noch die Möglichkeit, in den Rathäusern und in den Feuerwehrhäusern Aushänge und Flugblätter zu platzieren.

Ein Übungsschwerpunkt war die erstmals praktizierte personelle Ablösung des Katastrophenstabes, also die reibungslose Übergabe an die zweite Schicht. Auch die Ablösung der Stabsführung wurde demonstriert: die Leitung des Stabes ging hierbei vom Ersten Kreisrat Weber auf Kreisrat Puchert über.

Die Dozenten der AKNZ zeigten sich von dem gezeigten Übungsablauf mehr als angetan; der Auricher Katastrophenschutzstab, der schon mehrfach  Jahren geschult wurde, u.a. in einem mehrtägigen operativ-taktischen Lehrgang für komplette Führungsgremien in Ahrweiler teilgenommen hat, konnte die Dozenten in allen Belangen überzeugen.

Das professionelle Auftreten des Stabes, die trotz des komplizierten Übungsszenarios gezeigte Disziplin, die getroffenen Entscheidungen für die Versorgung und Information der Bevölkerung und auch die gezielte und angemessene Hilfeanforderung von auswärtigen Einheiten und Gerät hinterließen bei dem Instruktorenteam einen nachhaltigen Eindruck. Wenn der Katastrophenschutzstab auch im Ernstfall so umsichtig handelt, ist ihm das Vertrauen der Bevölkerung sicher, hieß es abschließend.