Kampagne für mehr Respekt geht in die zweite Runde

Kampagne für mehr Respekt geht in die zweite Runde

Großflächenpalakte in den Innenstädten, Videostatements und ein Stand auf dem Kinder- und Familienfest in Aurich sollen für mehr Besonnenheit werben

Personen auf dem Foto (v. l. n. r.): Dr. Martin Gohlke (Partnerschaft für Demokratie), Udo Hippen (Vors. Kaufmännischer Verein Aurich), Olaf Meinen (Landrat Landkreis Aurich), Jörg Köhler (Vors. Aurich zeigt Gesicht e. V.)

LKA/Aurich. Mit Blick auf die Wahlen im September und im Zuge steigender Corona-Zahlen nimmt die Anzahl an verbalen Konflikten, speziell auch in den Sozialen Medien, erneut spürbar zu. Dieser Entwicklung wollen sich der Landkreis Aurich, die „Partnerschaft für Demokratie“ und die Initiative „Aurich zeigt Gesicht“ in einem zweiten Anlauf erneut entgegenstellen. Mit der Unterstützung verschiedener Partner werben die Initiatoren mit Großflächenplakaten, Flyern und Videostatements für mehr Respekt im gesellschaftlichen Umgang miteinander.

„Wir wollen gemeinsam ein Zeichen gegen eine zunehmende Verrohung setzen und zu gegenseitigem Respekt auffordern“, machte Landrat Olaf Meinen schon im November des vergangenen Jahres beim Start der #mehrrespekt-Kampagne deutlich – und an dieser Botschaft hat sich nichts geändert. Im Zuge der ersten Auflage hatte man Masken mit entsprechenden Botschaften verkauft. Der Erlös in Höhe von 2500 Euro kam damals vollumfänglich dem Verein Herzkinder Ostfriesland e. V. zugute. Damals bezog man sich auf verschiedene Medien-Recherchen und Einschätzungen von Extremismusforscher*innen. Diese zeigten eindeutig: Hass- und Hetzkampagnen im Netz haben mit der Corona-Krise eine neue Dimension erreicht. Auch im Vorfeld der kommunalen und bundesweiten Wahlen wird der Ton aus der Sicht von Jörg Köhler, Vereinsvorsitzender von Aurich zeigt Gesicht e. V., vielerorts wieder rauer. „Der gesellschaftliche Diskurs im Zuge der Corona-Pandemie hat gezeigt wie wichtig es ist, respektvoll miteinander umzugehen und anderen Menschen in die Augen zu schauen.“ Da mittlerweile ausschließlich medizinische oder FFP2-Masken zulässig seien, habe man sich nun allerdings für eine andere Art der Sensibilisierung entschieden. Mit Unterstützung des Kaufmännischen Verein Aurich e. V., des Wirtschaftsforum Norden e. V., der Städte Aurich und Norden sowie der Jugendpflege und Schulsozialarbeit Wiesmoor und der Kreisvolkshochschulen Aurich und Norden werden unter anderem Großflächenplakate an hoch frequentierten Orten angebracht. Darüber hinaus wird es weitere Videostatements bekannter Persönlichkeiten und einen Stand im Zuge des Kinder-und Familienfestes am 05. September in der Auricher Innenstadt geben.  Die Bilder für die Neuauflage wurden, wie auch schon zu Beginn der Kampagne, durch das Kunstprojekt „art for atmosphere - Kunst fürs Klima“ der Ländliche Akademie Krummhörn beigesteuert.

Weitere Informationen erhalten Sie außerdem auf der Seite https://www.landkreis-aurich.de/mehrrespekt