Jugendschöffen werden gesucht

Jugendschöffen werden gesucht

Das Jugendamt des Landkreises Aurich sucht Personen, die sich für die Geschäftsjahre 2009 bis 2013 als Jugendschöffen bzw. Jugendhilfsschöffen bereit stellen.

Der Präsident des Landgerichts Aurich hat die Zahl der vom Jugendhilfeausschuss des Landkreises Aurich zu benennenden Personen wie folgt festgesetzt:

Dem Wahlausschuss sind für den Bereich des Amtsgerichts und des Landgerichts Aurich 56 Personen vorzuschlagen, und zwar 28 männliche und 28 weibliche. Der Wahlausschuss wählt dann daraus acht Jugendhauptschöffen und acht Jugendhilfsschöffen aus.

Dem Wahlausschuss beim Amtsgericht Norden sind 28 Personen (je 14 Männer und Frauen) vorzuschlagen, aus denen der Ausschuss dann sechs Jugendhauptschöffen (je drei Männer und Frauen) und sechs Jugendhilfsschöffen auswählt.

Und auch dem Wahlausschuss beim Amtsgericht Emden muss der Jugendhilfeausschuss Personen benennen, weil die Gemeinden Hinte und Krummhörn zum dortigen Amtsgerichtsbezirk gehören. Hier sind es zehn Personen (je fünf Frauen und Männer). Aus diesen Vorschlägen sowie den zusätzlich von der Stadt Emden nominierten Personen muss der Wahlausschuss dann zehn Jugendhauptschöffen und sechs Jugendhilfsschöffen auswählen.

Personen, die sich als Jugendschöffen zur Verfügung stellen wollen, können sich ab sofort beim Jugendamt des Landkreises Aurich melden. Verbände und Institutionen, politische Parteien, Kirchen, Gewerkschaften, Wohlfahrtsverbände, der Kreisjugendring, der Landwirtschaftliche Hauptverein und weitere gesellschaftliche Gruppen wurden bereits angeschrieben und zur Benennung von Kandidaten aufgefordert.

Die Vorschläge müssen folgende Angaben enthalten: Vor- und Zuname, ggf. Geburtsname, Geburtsdatum und Geburtsort, Beruf und die genaue Anschrift.

Zuständiges Gremium für die Entscheidung über die Wahlvorschläge für die Benennung von Jugendschöffen ist (gemäß § 35 Jugendgerichtsgesetz) der Jugendhilfe­ausschuss.

Die als Jugendschöffen vorgeschlagenen Personen sollen erzieherisch befähigt und in der Jugenderziehung erfahren sein. Sie müssen zu Beginn der Amtsperiode das 25. Lebensjahr, dürfen aber bis zu dem Zeitpunkt das 70. Lebensjahr noch nicht vollendet haben. Sie müssen zur Zeit der Aufstellung der Vorschlagsliste mindestens ein Jahr in der Gemeinde wohnen; geistige oder körperliche Gebrechen dürfen ihrem Amt nicht entgegen stehen.

Unfähig zum Schöffenamt sind Personen, die infolge Richterspruch die Fähigkeit zur Bekleidung öffentlicher Ämter nicht besitzen oder wegen einer vorsätzlichen Tat zu einer Freiheitsstrafe von mehr als sechs Monaten verurteilt worden sind. Das gleiche gilt auch für Personen, gegen die ein Ermittlungsverfahren wegen einer Tat schwebt, die den Verlust der Fähigkeit zur Bekleidung öffentlicher Ämter zur Folge haben kann und für Personen, die infolge gerichtlicher Anordnung in der Verfügung über ihr Vermögen beschränkt sind.

Personen, die acht Jahre lang als ehrenamtliche Richter in der Strafrechtspflege tätig gewesen sind und deren letzte Dienstleistung zu Beginn der Amtsperiode weniger als acht Jahre zurück liegt, dürfen ebenfalls nicht vorgeschlagen werden. Gleiches gilt für Beamte, die jederzeit einstweilig in den Warte- oder Ruhestand versetzt werden können, für Richter und Beamte der Staatsanwaltschaft, Notare und Rechtsanwälte, gerichtliche Vollstreckungsbeamte, Polizeivollzugsbeamte, Bedienstete des Strafvollzugs sowie hauptamtliche Bewährungs- und Gerichtshelfer. Auch die Mitgliedschaft zu bestimmten religiösen Vereinigungen, die satzungsgemäß zum gemeinsamen Leben verpflichtet sind, gelten als ungeeignete Schöffen.

Nach dem „Ehrenamtlichen Richtergesetz“ besteht für die Jugendschöffen Anspruch auf Verdienstausfall, Aufwandsentschädigung und Fahrtkostenerstattung.

Für weitere Auskünfte wenden Sie sich an Herrn Wilken vom Jugendamt des Landkreises. Herr Wilken ist unter der Rufnummer 04941/16-5100 erreichbar.