Ab dem 01.01.2009 ändert sich das Wohngeldgesetz!

Ab dem 01.01.2009 ändert sich das Wohngeldgesetz!

Der Deutsche Bundestag hat am 04.07.2008 ein neues Wohngeldgesetz beschlossen. Insgesamt wird sich das Wohngeld von zurzeit durchschnittlich 90 € auf 142 € erhöhen.

Ab dem 01. Januar 2009 werden die Höchstbeträge für Miete und Belastung um 10 % angehoben, die Wohngeldtabellenwerte um 8 % erhöht und eine Heizkostenkomponente eingeführt.

Die bisher unberücksichtigten Heizkosten sollen abhängig von der Wohnfläche pauschal in die Miet- bzw. Belastungskosten eingerechnet werden. So wird zum Beispiel für einen 1-Personen-Haushalt ein Heizkostenbetrag in Höhe von 24,- € (48 qm x 0,50 €) berücksichtigt, für einen 2-Personen-Haushalt 31,-€ und für jedes weitere zu berücksichtigende Haushaltsmitglied ein Mehrbetrag von 6,- € .

Was bedeuten diese Änderungen für den Bürger?

Die Haushalte, die auch schon bisher Wohngeld erhalten haben, können bei gleichbleibenden Verhältnissen grundsätzlich mit höheren Wohngeldleistungen rechnen und diejenigen, die bislang noch kein Wohngeld erhalten haben, könnten erstmals Wohngeldansprüche geltend machen. Außerdem ist davon auszugehen, dass viele Haushalte in Zukunft nicht mehr auf das Arbeitslosengeld II oder auf Grundsicherungsleistungen im Alter und bei Erwerbsminderung angewiesen sind, sondern das für sie günstigere Wohngeld in Anspruch nehmen können.

Die Miethöchstbeträge richten sich zurzeit nicht nur nach der Anzahl der Haushaltsmitglieder und der Mietenstufe, sondern auch nach der Bauklasse des Hauses. Bislang wird zwischen drei Baualtersklassen unterschieden, für die es unterschiedliche Höchstbeträge für Miete und Belastung gibt. Diese Baualtersklassen fallen zum 01.01.2009 unter Zusammenfassung der Höchstbeträge für Miete und Belastung auf Neubauniveau weg.

Wer profitiert von dem neuen Wohngeldgesetz?

Es sind vor allem Rentner und Geringverdiener, Empfänger ergänzender Leistungen des Arbeitslosengeldes II, kinderreiche Familien und Empfänger von Grundsicherungsleistungen im Alter und bei Erwerbsminderung in geringer Höhe.

Mit dem Reformwerk sollen außerdem all diejenigen angesprochen werden, die bislang keinen Anspruch auf Wohngeld hatten. Hier besteht ab dem 01.01.2009, insbesondere bei Geringverdienern, die Chance, dass ihr Neuantrag auf Wohngeld bewilligt wird.

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