Ostfriesisches Bündnis für Familie

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Familienfreundlichkeit zum Markenzeichen der Region Ostfriesland zu machen – das ist das gemeinsame Ziel der Landkreise Aurich und Leer sowie der Stadt Emden. Die Landräte W. Theuerkauf und B. Bramlage unterzeichneten am 22. November 2004 gemeinsam mit zehn Vertretern von Gewerkschaften, Kammern, Kirchen sowie der Volkswagen AG Emden, der Fachhochschule und des Überbetrieblichen Verbundes Ostfriesland die Gründungserklärung eines Ostfriesischen Bündnisses für Familien. Durch eine Live-Übertragung war auch die damalige Bundesfamilienministerin Renate Schmidt der feierlichen Unterzeichnung zugeschaltet. Renate Schmidt gratulierte den Bündnis-Akteuren und betonte, dass Familienfreundlichkeit ein klarer Standortvorteil ist, von dem die Menschen und die Wirtschaft in Ostfriesland deutlich profitieren werden. Für die Ministerin bestand darüber hinaus ein besonderer Anlass zur Freude: Durch das ostfriesische und das zeitgleich in Magdeburg gegründete Familienbündnis, umfasst die erst im Januar 2004 ins Leben gerufene Initiative nunmehr bereits 100 Lokale Bündnisse für Familien deutschlandweit.

 

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Lokale Bündnisse für Familien sind Kooperationen von unterschiedlichen Akteuren, die sich zusammentun, um auf kommunaler Ebene gemeinsam Verantwortung für Familienfreundlichkeit im Alltag zu übernehmen. In Ostfriesland engagieren sich neben den Kommunen und Landkreisen die IHK Ostfriesland/Papenburg, die Handelskammer Ostfriesland, die örtlichen Verbände der Gewerkschaften DGB, IG-Metall und Verdi, die Volkswagen AG, die Fachhochschule Oldenburg, Ostfriesland, Wilhelmshaven und Emden, der Überbetriebliche Verbund Ostfriesland sowie die evangelisch-reformierte, die evangelisch-lutherische Kirche und der Dechant des Dekanates Ostfriesland.

In Arbeitskreisen werden die Partner zunächst den konkreten Handlungsbedarf definieren, um dann die vorhandenen Angebote zu bündeln und neue Anregungen aufzugreifen. Bewusst wird ein breiter Ansatz verfolgt: Flexibilisierung von Arbeitszeit, Betreuungsangebote und Flexibilisierung von Betreuung für Kinder und Senioren, Stärkung der elterlichen Erziehungskompetenz, Qualifizierung von Betreuungspersonal und familienfreundliche Verkehrsnetze stehen auf der Agenda. Die nachhaltige Werbung für ein familienfreundliches Ostfriesland rundet den Ansatz des als Steuerungsorgan für das Bündnis gegründete Kuratorium ab. Landrat Walter Theuerkauf ist als Kurator im Bündnis vertreten. Die Leiterin der Stabsstelle für Gleichstellung und Familie, Jutta Ubben,  wird als Vertreterin des Landkreises Aurich auf der Steuerungsebene des Kuratoriums maßgeblich an der Entwicklung  verschiedener familienfreundlicher Strukturen mitarbeiten.

In den Arbeitskreisen des OBFF wurden bislang folgende Projekte entwickelt:

Zur Zeit wird eine Bestandsaufnahme familienfreundlicher Projekte in Ostfriesland durch die Fachhochschule OOW durchgeführt. Die Ergebnisse werden in einer Internet-Datenbank der Öffentlichkeit und insbesondere als Angebot für Familien zur Verfügung gestellt.

Depressionen gehören nach Auffassung der Weltgesundheitsorganisation zu den gravierenden Krankheiten der Industrienationen. Mit dem Projekt "Arbeit und psychische Gesundheit" soll eine verbesserte Versorgung psychisch belasteter Arbeitnehmer und Arbeitnehmerinnen erreicht werden. Ein professionelles Beraterteam soll betroffene Arbeitnehmer betreuen und die Betriebe beraten. Aktuell wird in Kooperation mit der Fachhochschule OOW und dem Bündnis für Depression die Pilotphase vorbereitet.

In Planung ist das Projekt  "Patennetzwerk" zwischen Jugendlichen und Senioren. Senioren sollen Jugendlichen beim Übergang von der Schule in den Beruf als Paten begleiten und unterstützen. Ziel dieses Projektes ist eine Reduzierung der Jugendarbeitslosigkeit und die Ermöglichung einer nachberuflichen Perspektive für ältere Menschen.

 

 

Kuratorium des Ostfriesischen Bündnisses für Familien

  • Herr Brinkmann, Oberbürgermeister der Stadt Emden
  • Herr Theuerkauf, Landrat des Landkreises Aurich
  • Herr Bollen, IG-Metall
  • Herr Goldschmidt, DGB Ostfriesland/ Nördliches Emsland
  • Herr Bramlage, Landrat des Landkreises Leer
  • Herr Schultz, Landrat des Landkreises Wittmund
  • Frau Klüver, Ev-ref. Kirche Leer
  • Herr Dr. Kolck ,Hauptgeschäftsführer der IHK Ostfr./ Papenburg
  • Herr Dr. Penzek, Volkswagen AG Emden
  • Herr Hippen, Präsident der Handwerkskammer für Ostfriesland
  • Herr Pollmann, Geschäftsführer Ver.di
  • Frau Dominke, Präsidentin der Fachhochschule OOW,
  • Frau Holze-Stäblein, Landessuperintendentin der Ev.-luth. Kirche Ostfr.
  • Herr Zimmermann, 1. Vorsitzender Überbetrieblicher Verbund Ostfr. e.V.
  • Herr Gels, Dechant des Dekanates Ostfriesland

 

 

Familien im Mittelpunkt - Landkreise als Kompetenzzentrum für Familien

Familien im Mittelpunkt – Landkreise als Kompetenzzentren für Familien
Familien im Mittelpunkt – Landkreise als Kompetenzzentren für Familien

In der Frühjahrssitzung des Sozialausschusses des Deutschen Landkreistages (DLT) vom 07.04.2006 im Wartburgkreis ist verabredet worden, sich mit den familienpolitischen Kompetenzen der Landkreise in Form eines Eckpunktepapiers auseinander zu setzen. Das hierauf von der Hauptgeschäftsstelle des DLT erarbeitete Positionspapier wurde in der Sitzung des DLT-Sozialausschusses vom 20./21.10.2006 im Landkreis Uckermark überarbeitet und liegt jetzt zur Diskussion vor. Es trägt den Titel „Familien im Mittelpunkt – Landkreise als Kompetenzzentren für Familien“.

Die Kernthesen lauten:

A. Ausgangslage

1. Familien sind trotz aller gesellschaftlichen Veränderungen weiterhin die primäre Sozialisationsinstanz und verantwortlich und prägend für soziale und emotionale Kompetenz, Identität, Selbstwertgefühl und Bildungschancen. „Familie“ beschränkt sich nicht auf die Kernfamilie von Eltern/teilen mit minderjährigen Kindern, sondern umfasst mehrere Generationen. Seit jeher stellen sich die Landkreise der Herausforderung eines familienfreundlichen
Lebensumfeldes und begreifen ihre Verantwortung für Kinder und Familien nicht zuletzt auch als Standortfaktor.

2. Die Landkreise erbringen Leistungen für Familien, entlasten und unterstützen sie. Ihnen obliegt eine Vielzahl familienrelevanter Aufgabenfelder wie die Verantwortung für die Förderung von Kindern in Tageseinrichtungen und Tagespflege, die Kinder- und Jugendhilfe mit Hilfen zur Erziehung, Jugendarbeit, Familienarbeit, Familienhilfe, Familienbildung und Erziehungsberatung, Schülerbeförderung, Prävention, rechtliche Betreuung, Altenhilfe, Hilfe zur Pflege, etc. Auch in den Bereichen Wohnen, Bauen, Wirtschaft und in den Schulen oder nicht zuletzt auch als Arbeitgeber im Öffentlichen Dienst kommen familiäre Belange zum Tragen. Die Landkreise verstehen Familienpolitik auch aus eigenem Interesse als Querschnittsaufgabe.

3. Die Landkreise unterstützen die kreisangehörigen Städte und Gemeinden, die gleichfalls eine Reihe von Leistungen für Familien erbringen, und koordinieren die einzelnen Maßnahmen auf regionaler Ebene. Sie vernetzen die gemeindlichen Aufgaben mit den kreislichen Kompetenzen und nehmen zugleich ihre Ausgleichs- und Ergänzungsfunktion für das Kreisgebiet wahr.

4. Wichtig ist es, Familien früh adäquat zu unterstützen. Niedrigschwellige präventive sozialpädiatrische Hilfen und Unterstützung durch aufsuchende Arbeit stehen im Mittelpunkt. Die Landkreise arbeiten hier in bewährter Weise mit der Freien Wohlfahrtspfl ege und mit privaten Trägern zusammen. Dabei kommt es auch auf die Zusammenarbeit mit medizinischen Dienstleistern an, niedergelassenen Ärzten, Geburtshelfern sowie Krankenhäusern. Der Förderung des Ehrenamtes kommt dabei besondere Bedeutung zu.

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Lokale Bündnisse für Familien

Informationen des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend

Staatlicher Internetservice für Familien

Das Bundesfamilienministerium bietet im Internet neue Hinweise, die den Alltag von Familien erleichtern sollen. Nähere Informationen finden Sie unter www.familien-wegweiser.de

Erste Netzwerkveranstaltung "Erfolgsfaktor Familie"

Am 1. April findet die erste Netzwerkveranstaltung "Erfolgsfaktor Familie" in Berlin mit der Bundesfamilienministerin Ursula von der Leyen statt. Eingeladen sind Unternehmen, die sich für Themen, Beispiele und die Umsetzung einer familienbewussten Unternehmensführung interessieren.

Mehr Infos unter www.erfolgsfaktor-familie.de/netzwerk. Eine Anmeldung ist bis zum 19. März im Netzwerkbüro "Erfolgsfaktor Familie" möglich. E-Mail: netzwerkbuero@berlin.dihk.de, Tel: 030/20308-6101

Netzwerkbüro "Erfolgsfaktor Familie"

Das Netzwerkbüro der  DHIK Service GmbH (Deutscher Industrie- und Handelskammertag) will mit dem Unternehmensprogramm "Erfolgsfaktor Familie - Unternehmen gewinnen" die deutsche Wirtschaft für die Vereinbarkeit von Beruf und Familie sensibilisieren und erreichen.

Ein zentrales Ziel auf diesem Weg ist der Aufbau eines Unternehmensnetzwerks "Erfolgsfaktor Familie", für das binnen eines Jahres bis zu 1.000 Firmen gewonnen werden sollen. Das Netzwerk soll über einen längeren Zeitraum hinweg für Unternehmen, aber auch für Verwaltungen, Hochschulen etc. eine stabile Internetaktionsplattform bereitstellen, auf der sich die Mitglieder aktiv zum Thema "familienbewusste Personalpolitik" austauschen können.

Mitmachen können nicht nur alle Unternehmen, die bereits eine familienbewusste Personalpolitik praktizieren, sondern auch Betriebe, die Entsprechendes planen oder sich auch nur für das Thema interessieren.

Mehr Infos und die Möglichkeit, sich beim Netzwerk anzumelden, finden interessierte Unternehmen unter www.erfolgsfaktor-familie.de.

Siebter Familienbericht für Lokale Bündnisse für Familie

Der Siebte Familienbericht sieht in den Lokalen Bündnissen für Familie einen wichtigen Baustein nachhaltiger Familienpolitik.
Mit der Broschüre "Kernaussagen des Siebten Familienberichts für Lokale Bündnisse" werden Empfehlungen des Siebten Familienberichts für die Initiative Lokale Bündnisse für Familie fruchtbar gemacht. Die für die Lokalen Bündnisse gestaltungsrelevanten Grundelemente werden herausgearbeitet und praxisnahe Anregungen zur Nutzung des Berichts gegeben. Insbesondere geht es darum, den Familienbericht in seiner Funktion als Impulsgeber, als Unterstützung für die laufende Arbeit vor Ort und als Fundus für die großen familienpolitischen Linien vorzustellen.
Die Publikation "Kernaussagen des Siebten Familienberichts für Lokale Bündnisse für Familie" steht als PDF-Datei (3,1 MB) zum Download bereit.

Ideenwettbewerb "Unternehmen Familie"

Vom 18. Juli bis 14. September können sich öffentliche Einrichtungen und Kommunen, Unternehmen sowie freie Träger, Netzwerke und Verbünde aus dem gesamten Bundesgebiet mit ihren Ideen, Konzepten oder Initiativen zum Ideenwettbewerb "Unternehmen Famiile" bewerben.
Das Projekt fördert innovative Dienstleistungsmodelle, die auf lokaler Ebene dazu beitragen, die Vereinbarkeit von Familie und Beruf zu verbessern, neue Arbeitsplätze im privaten Dienstleistungssektor zu schaffen und private Haushalte als Marktteilnehmer zu aktivieren. Gefördert werden können sowohl neue Vorhaben und Initiativen als auch neue Elemente innerhalb bestehender Projekte und Aktivitäten.
Die prämierten Wettbewerbsbeiträge erhalten vom 1. April 2008 bis 31. Dezember 2010 eine Förderung aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds (ESF) in Höhe von bis zu maximal 50.000 Euro pro Jahr.
Die Teilnahmebedingungen und die Auswahlkriterien für den Wettbewerb können über das Bundesfamilienministerium www.bmfsfj.de abgerufen werden.