Der Abreisetag ist immer ein Tag mit einem naturgemäß unspektakulären Programm, dafür aber mit sehr gemischten Gefühlen.
Nach dem frühen Wecken am Morgen musste zunächst das Gepäck fertig gepackt werden, um für die Überfahrt mit der Fähre verladen werden zu können. Erst danach gab es ein gemütliches Frühstück. Nach einigen letzten Spielen und einem Gruppenfoto wurden alle dann per Bus zum Hafen gefahren, wo das Schiff bestiegen wurde.
Den gesamten Vormittag nutzten Kinder wie BetreuerInnen, um sich ein letztes Mal zu unterhalten und Adressdaten auszutauschen, wenn gewünscht. Ein letztes Mal auch Gelegenheit für einen Fototermin, bevor in Norddeich angelegt wurde und die Eltern winkend begrüßt werden konnten. Doch wir stiegen nicht einfach so von der Fähre herunter, zuvor wurde noch ein letztes Mal der selbst entworfene Clubtanz lautstark und bewegungsintensiv auf dem Sonnendeck getanzt, damit alle Eltern es sehen konnten. Erst dann durften Eltern und Geschwister die Urlauber wieder willkommen heißen und in die Arme schließen.
Für uns ehrenamtliche Betreuerinnen und Betreuer ein zwiespältiger Moment. Einerseits endet damit die Arbeit zweier neuntägiger Zeltfreizeitdurchgänge mit jeweils mindestens 18 Stunden ’Dienst’ täglich. Wir alle sehnen uns jetzt nach Ruhe und Schlaf. Andererseits endet mit der Zeltfreizeit 2010 eine Zeit angefüllt mit spannenden Spielen, spannenden Momenten, spannenden Kindern. Es endet eine lehrreiche Zeit für die Kinder, aber auch immer wieder lehrreiche Zeit für uns BetreuerInnen. Sicher geht es uns ganz ähnlich wie auch den Kindern: Wieder Zuhause sein ist prima, doch hat die Freizeit ganz viel Spaß gemacht, man ist doch auch traurig, dass sie schon wieder vorbei ist.
Und tatsächlich raste die Zeit in diesem Jahr nur so dahin. Abgesehen von den monsunartigen Regenfällen am Anreisetag des ersten Durchgangs, an dem in ganz Ostfriesland ja schwere Schäden zu verbuchen gewesen waren, während wir außer nassen Socken nichts zu beklagen hatten, war uns das Wetter in diesem Jahr sehr wohlgesonnen. Geregnet hat es nur, wenn wir ohnehin schlafend im Zelt lagen oder unser Programm innen stattfand. Nicht zueletzt deshalb konnten wir unser geplantes Programm reibungslos durchführen. Auch sonst blieben wir von Pleiten, Pech und Pannen weitgehend verschont.
Wir freuen uns schon jetzt auf das nächste Jahr, wollen wieder in mehreren Treffen ein möglichst vielversprechendes Programm entwickeln, um auch im Jahr 2011 eine tolle erlebnispädagogische Freizeit organisieren zu können. Wir danken herzlich für das in uns gesetzte Vertrauen und das Lob für unsere Arbeit.
Auf Wiedersehen!