Der Vormittag begann ruhig, aber spannend. Nach eigenen Vorlieben zuvor gewählt, verteilten die Kinder sich nach dem Frühstück auf sogenannte „Wannabes“, diese funktionieren Kurse, in denen man so tut als wäre man etwas oder jemand Bestimmtes oder lernt, sich wie jemand zu verhalten hätte. Das Imposant-Resort bot hier eine bunte Auswahl, die zunächst vor allem durch Klarheit glänzen konnte. So gab es etwa den Wannabe 'Mann'. Die Kinder, die dies gewählt hatten, übten Rülpsen, cool tun, Rasieren, Flirten und tranken nebenbei echtes Malzbier. Auch den Wannabe 'Frau' gab es – hier wurde Schminken geübt, anschließend wurde eine exquisite Gesichtsmaske aus Quark und Gurken angerührt und aufgetragen. Insbesondere diese beiden Wannabes wurden übrigens mit dem nötigen Witz durchgeführt und waren so ganz ernst nicht gemeint.
Weitere Kinder waren 'Feuerwehrmann' und übten den Umgang mit Feuer. Angesichts warmer Außentemperaturen wurde vor allem das „Löschen“ des eigenen Körpers ausgiebig ausgetestet, vornehmlich in großen Wasserkübeln. Einige Jungs und Mädels verschrieben sich dem Kurs 'Model', sie zogen sich schick oder auch verrückt an und übten das Stolzieren auf dem Laufsteg. Im Wannabe 'Designer' wurden Entwürfe gezeichnet, danach wurden mit Textilfarben eigene T-Shirts gestaltet, die die Kinder natürlich auch mit nach Hause nehmen dürfen. Die Gruppe 'Küche' türmte zunächst einen Berg Obst vor sich auf. Nachdem die Arbeitsfläche gereinigt und die Messer gewetzt waren, wurden die Früchte unter Anleitung zerteilt und in einen schmackhaften und gesunden Obstsalat verwandelt.
Wieder andere Kinder verschrieben sich Experimenten, als 'Entdecker' nahmen sie verschiedene physikalische Effekte unter die Lupe. Für Wohlklänge sorgten Kinder, die 'Singen' wollten. Aus einer Auswahl von Liedern suchten sie sich ihren Favoriten, es wurde am Ende Lenas Song „Satellite“. Für Bewegung sorgten die Urlauber, die 'Sportler' sein wollten und zwischen verschiedenen Ballsportarten wählen konnten. Auch die 'Tänzer kamen gut ins Schwitzen als sie wie kleine Wirbelwinde auf der Bühne ihre Choreografie einübten.
Nach einem ruhigen Nachmittag in eigener Regie und dem Abendessen wurde im Restaurantbereich das große Imposant-Resort-Casino eröffnet. Zur Feier des Eröffnungstages betrug die Einlage im Jackpot immerhin 1.000.000 €! In angemessener Abendgarderobe versammelten sich die Gäste des Resorts zum Spielvergnügen an Pokertischen, bei Hütchenspielern, zum Backgammon und auch zum Roulette.
Doch nicht lange währte das Spielvergnügen, da unterbrach ein Feueralarm die Spannung an den Tischen, schon füllte sich der große Raum mit beißendem Qualm . Sofort wurden alle Menschen evakuiert, der schrille Heulton der Alarmsirene abgestellt und nach der Ursache geforscht. Doch zunächst zur allgemeinen Erleichterung zeigte sich, dass es sich um einen Fehlalarm handelte, Feuer jedenfalls war nicht zu entdecken, nicht das kleinste Glimmen. Umso größer das Entsetzen, als die Croupiers das Fehlen des Jackpots bemerkten. Allen Anwesenden wurde schlagartig klar, dass soeben ein Raub stattgefunden hatte. Offensichtlich hatten unbekannte Gangster den Feueralarm fingiert und die Verwirrung für ihren großen Coup genutzt.
Eine schöne Misere, die ganze Million weg, damit war der Abend natürlich gelaufen. Statt weiter um den Gewinn zu spielen, kam die Polizei auf den Platz, verhörte dann Kindergruppe für Kindergruppe, um sachdienliche Hinweise zu erhalten. Leider blieben diese sehr dünn, darum bat die Polizei um Mithilfe und schickte besagte Kindergruppen auf die Suche nach dem Täter.
Ausgerüstet mit Regenjacken und festen Schuhen machten sich die Helfer auf den Weg über die dunkle Insel. Nach kurzer Zeit trafen sie tatsächlich auf dubiose Gestalten, die nur zögerlich zu einem Gespräch bereit waren. Den Kindern kam schnell die Vermutung, dass es sich hier um waschechte Mafiosi handeln könnte, dafür war weniger der italienische Akzent verantwortlich, vielmehr sprach dafür, dass die Gestalten erst nach einem erfolgreich gezeigten Kartentrick Auskünfte geben mochten. Sie hatten dem Hütchenspieler aus dem Küchenzelt zuvor falsche Papiere besorgt, der diesem die unerkannte Einreise auf die Nordseeinsel und das einchecken unter falschem Namen im Resort ermöglicht hatte. Der Hütchenspieler musste also der Haupttäter sein!
Weiter auf ihrem Weg über die Insel fanden die Kinder ein Funkgerät auf dem Weg liegen. Als sie es benutzten, meldete sich Francesco, der die Kinder am Strand treffen wollte. Tatsächlich traf man sich heimlich in einem Strandkorb. Dort stellte sich im Gespräch heraus, dass Francesco ebenfalls vom Hütchenspieler betrogen worden war. Er selbst hatte jedoch allein nichts gegen ihn ausrichten können, wusste aber die Kinder auf den richtigen Weg zu schicken.
Die jungen Ermittler schlugen diesen sofort ein und erreichten nach kurzer Zeit eine Taverne, in die sie einkehrten, um sich mit einem Kaltgetränk zu erfrischen. Nebenbei erfuhren sie vom dortigen Wirt, wohin der Hütchenspieler geflohen sein könnte und warnte vor den Gefahren der Wegstrecke.
Trotz der Warnung folgten die Kinder dem Millionenräuber weiter auf seiner Spur. Besondere Vorsicht war in einem dunklen Wald angeraten, da sich hier – wie sich bald und unerwartet herausstellen sollte – tatsächlich dunkles Gesindel herumtrieb. Mutig durchquerten die bestohlenen Urlauber den Wald trotzdem, um auf ihrem weiteren Weg eine hohe Düne zu erreichen.
Dort angekommen, halfen sie einer betagten Frau aus dem Gebüsch, in dem sie sich kurz zuvor versteckt hatte, als der Hütchenspieler auf die Düne gekommen war. Aus ihrem Versteck konnte sie beobachten, wie der Betrüger ein Bündel im losen Sand vergrub. Die Stelle konnte die Frau zeigen, als die Kinder dort den Boden bearbeiteten, fanden sie schnell ein Bündel Geld. Hurra! Die Beute wurde gefunden! Erfolgreich, aber sehr müde kehrten die Kinder zum Zeltplatz zurück, nach einer Tasse heißen Kakao ging es dann fix in die Zimmer. Am folgenden Morgen war zum Glück Ausschlafen angesagt!
