Stürmischer Besuch erreichte die Kinder nach dem Frühstück. Hein Blöd rannte in seinem WM Fan Outfit in das Küchenzelt und berichtete davon, dass er zum nächsten Spiel der deutschen Mannschaft fahren wolle, wie blöd! Die Kinder hatten ihm sehr bald erklärt, dass die WM schon vorbei ist und er sich wohl in der Zeit und auch im Ort geirrt haben muss. Hein Blöd war aber nur kurz traurig und hatte eine ziemlich gute Idee: Warum nicht eine eigene WM spielen? Kurzerhand wurden Zettel an die Kinder verteilt, auf denen sie zwischen unterschiedlichen Sportangeboten für den Nachmittag wählen konnten.
Auf dem Zeltplatz fanden am Vormittag Stationspiele für eine Hälfte der Kinder statt. Im Küchenzelt musste ein Rundkurs auf Zeit mit einem Bobby-Car umrundet werden, in einer großen Schüssel waren schwimmende Äpfel zu erhaschen. Auf dem Platz mussten Becher per Wasserpistole abgeschossen werden, mit einem angeklebten Elefantenrüssel sollten Flaschen umgeschubst werden.
Für die zweite Hälfte der Kinder stand der Vormittag unter dem Zeichen des Watts. In zwei Gruppen, nach Zeltdörfern getrennt, ging es los zum Abenteuer Wattwanderung mit Eduard Fokken. Neben den Ihnen wahrscheinlich bekannten Wattwürmern, Seehunden und zahlreichen Muscheln gibt es auf Norderney im Watt eine Besonderheit... die Wattschweinchen! Unter der fachkundigen Führung gelang es uns tatsächlich, einige der fast blinden, aber dafür sehr gut hörenden Wattbewohner zu sehen.
Neben Seemansgarn gab es aber auch sehr ernstgemeinte Hinweise: An einem Priel und am Rand des Fahrwassers konnten die Kinder die Macht der hereinkommenden Flut erahnen und wurden über die Gefahren im Watt umfassend informiert. Zur Mitte des Vormittags wechselten die Gruppen zwischen dem Stationsangebot auf dem Platz und dem Watt.
Sport am Nachmittag:
„1, 2 oder 3“, so lautete der Titel der Spielshow am Abend. Auf und vor der Bühne wurde das Konzept der bekannten ZDF-Fernsehshow auf den Zeltplatz geholt. Unter den zuschauenden Kindern wurden jeweils abwechselnd drei Spielteams gebildet. Durch selbstgestaltete Mützen waren alle Teams jeweils gut zu erkennen. „Welcher Fußabdruck gehört dem Elefanten?“, warum ist der Himmel blau?“ oder „wie kommen die Löcher in den Käse?“ waren einige der Quizfragen, die von den Spielern zu beantworten waren. Für jede Frage wurden von den Betreuerinnen und Betreuern je drei mögliche richtige Antworten vorgestellt. Die Kinder konnten sich dann vor der Bühne auf gekennzeichnete Felder stellen und sich so für die ihrer Meinung nach korrekte Lösung entscheiden. Dann traten die BetreuerInnen, deren Lösungsvorschlag frei erfunden gewesen war, zurück, so dass nur die richtige Antwort zurück blieb. Für jede richtige Antwort gab es natürlich Bälle als Punkte, die für jedes der Spielteams gesammelt wurden. Zu Gast in der Show waren neben dem Elefanten, der an einem Wettrennen teilnehmen musste und die Spielteams unterstützen durfte, auch die Maus, die für ein Interview mit dem Zeltlagerkoch Rainer bereitstand. Selbst zu einem Interview stand die Ente bereit, sie erzählte von der gefahrvollen Flucht vor dem Kochtopf einige Tage zuvor. Bei sternklarer Abenddämmerung endete die Show dann später mit zufriedenen Kindern und amüsierten Betreuerinnen und Betreuern. Gute Nacht!