Chillfaktor

Nach der aufregenden und fordernden Nachtwanderung am Abend zuvor war an diesem Morgen ein lauer Vormittag angesagt. Wer wollte, konnte bis zum Mittagessen schlafen, manche Gruppen haben den Vormittag genutzt, um einfach gemütlich im Zelt liegen zu bleiben und sich zu unterhalten. Demnach gab es auch keine feste Frühstückszeit für alle, wie sonst immer. Stattdessen wurde ein Buffett aufgebaut, an dem sich alle Kinder nach Wunsch bedienen und gemütlich brunchen konnten. Neben den üblichen Brötchen mit Marmelade etc. gab es daneben auch kalte Schnitzel, Kräuterquark und Gemüse. Über den gesamten Vormittag trudelten also nach und nach die Kinder ein, nahmen irgendwo Platz und stellten sich ihr Wunschfrühstück zusammen. Nach dem Essen wurde kein Programm für alle Kinder angeboten, stattdessen konnten Gesellschaftspiele gespielt werden. Manche Kinder entschieden sich, in Ruhe zu „chillen“ (neudeutsch etwa für „entspannt in der Gegend herumsitzen, nichts tun, nichts müssen“ oder so), dafür wurden auf dem Boden Matratzen ausgelegt, die zum Verweilen einluden.

 

Nach dm Mittagessen tagte das Kinderparlament. Aus jeder Kindergruppe wird dafür ein Kind entsandt. Zusammen können sich die Kinder mit der Freizeitleitung austauschen, ihre Kritik und ihre Wünsche äußern. An diesem Tag durften die Urlauber konkret Wünsche zum Programm loswerden, nicht überraschend für das Betreuerteam wollten die Kinder am Nachmittag zum Strand.

 

Also wurde nach dem Essen zügig abgewaschen, dann wurden Badesachen, Getränke und Spielzeug eingepackt und los gings zur Weißen Düne. Ein kurzer Badegang wurde gleich zu Beginn gestartet. Dabei ist nicht nur die reguläre Badeaufsicht aktiv, auch die Betreuer sind alle im Wasser und bilden eine Kette um die badenden Kinder. Sicher ist sicher.

 

Kurz nach dem Badegang zog leichter Regen auf, darum wurde der Strand dann wieder verlassen, doch immerhin: Die Kinder haben die Nordseewellen zum Planschen und Baden genutzt und sind mit Salz auf der Haut zurück zum Zeltlager gekommen.

 

Nach dem Abendessen wurden die Duschen gestürmt – nicht, dass sonst nicht geduscht würde – doch ein weiterer Programmwunsch der Kinder für diesen Abend lautete: Disco, Party, Musik! Also schnell waschen und sich aufbrezeln. Pünktlich um halb neun startete dann die Zeltlagerdisco. Auch dieses Equipment wird von den Ehrenamtlichen mit auf die Insel genommen, um ein optimales Musikerlebnis zu garantieren.

Neben den aktuellen Charts wurden auch bekannte Mitmachlieder wie Macarena und der Ketchupsong gespielt und von allen Betreuerinnen, Betreuern und Kindern gemeinsam getanzt. Rechtzeitig zur Nachtruhe gab es dann ein Polonaise: „Zähneputzen, ab ins Bett!“