Endlich ist es wieder soweit! Nach mehreren Vorbereitungswochenenden und einigen Tagen Arbeit mit dem Aufbau des Zeltlagers, können wir die Zeltfreizeit 2010 des Landkreises Aurich auf der Nordseeinsel Norderney starten! Wir haben uns für diesen Sommer ein hoffentlich spannendes und interessantes Programm überlegt, das wir mit den Kindern erleben wollen. Einen Lastwagen voll mit Material und Spielen haben wir schon vor Tagen mit auf die Insel genommen, um Spiel und Spaß zu gewährleisten. Da wir ein erlebnispädagogisches Konzept verfolgen, sollen die Kinder auch im Spiel sowie im „Freizeitalltag“ voneinander lernen, Freundschaften und die Beziehung zu den ehrenamtlichen Betreuerinnen und Betreuern haben einen hohen Stellenwert.
„Die Sendung mit der Maus“ ist unser Motto für dieses Jahr. Maus, Elefant und Ente sollen die Kinder durch das Programm begleiten, sie motivieren und unterstützen. Sicher sind nicht nur wir Betreuer, sondern auch viele der Eltern mit diesen beliebten Fernsehfiguren aufgewachsen, darum waren wir hochmotiviert, als wir morgens aufgebrochen sind, um die Kinder vom Anleger Norddeich abzuholen.
Am Anleger nahmen wir die Kinder in Empfang, verluden ihr Gepäck, statteten sie mit einem Anstecker für die Überfahrt aus und genossen eine kurze Seereise.
Auf Norderney stiegen die Kinder in bereitstehende Busse ein, mit denen der Transport zum Zeltplatz erfolgte, das Gepäck mussten die Kinder dabei nicht selbst tragen, es wurde in einem gesonderten Fahrzeug transportiert.
Traditionell startet die Zeltfreizeit mit einem kulinarischen Höhepunkt: Spaghetti Bolognese, und zwar cirka grob geschätzte 40 köstliche Kilogramm...
Wie auch auf dem Festland, so hat auch auf Norderney ein Gewittersturm die weiteren Pläne unterbunden. Heftige Regenfälle und Windböen müssen aber kein Anlass zur Sorge sein, wir warteten den Sturm im sogenannten „Küchenzelt“ ab, einem festen Gebäude mit Blitzableiter. Statt also nach dem Mittagessen das Gepäck abzuholen und die Zelte zu beziehen, holten wir Gesellschaftsspiele und Malzeug hervor, um das schlechte Wetter abzuwarten, dabei konnten die Urlauber ihre jeweiligen Gruppenleiterinnen bzw. Gruppenleiter auch gleich einmal kennenlernen.
Die Zelte sind übrigens auch bei schlechtem Wetter sicher, da die stabilen Zeltplanen auf massivem Metallgestänge ruhen, die wiederum auf festen Fußböden verschraubt sind. Im Rahmen unserer Vorbereitung sind auch alle Zeltplanen frisch imprägniert worden, damit sie dem Regen trotzen können. Sollte es doch einmal an einer Stelle im Zelt lecken, so können wir auf Ersatzmatratzen sowie –laken und trockene Decken zurückgreifen.
Nach dem Abendessen haben die Kinder den Zeltplatz erkundet und die wichtigsten Regeln erklärt bekommen, viele sind ja zum wiederholten Male hier und erinnern sich vielleicht noch, doch die „Neulinge“ müssen ja schließlich wissen, wo man die Zähne putzt usw. Übrigens: Inzwischen scheint längst wieder die Sonne!
Bevor die Kinder zum Zähneputzen abrücken konnten, besuchte uns im Küchenzelt noch das aus den LOGO-Nachrichten bekannte Zebra und verkündete, dass die Wetterausichten für die kommende Nacht keinen Grund zur Besorgnis darstellen. So konnten alle Kinder nach einem aufregenden und ereignisreichen Tag das erste Mal in ihre trockenen und gemütlichen Betten krabbeln.