
Ungefähr im sechsten Lebensjahr brechen die ersten bleibenden Zähne hinter dem letzten Milchzahn durch. Da für diese großen Backenzähne, die so genannten 6er, kein Milchzahn ausfällt, geschieht der Durchbruch meist unbemerkt. Kurze Zeit nach Durchbruch der 6er beginnen zuerst die mittleren, später dann die seitlichen Schneidezähne zu wackeln. Sie werden zwischen dem siebten und dem neunten Lebensjahr durch die bleibenden Schneidezähne ersetzt. In der folgenden Zeit, etwa bis zum dreizehnten Lebensjahr, erscheinen die kleinen Backenzähne und die Eckzähne. Von zwölf bis vierzehn Jahren brechen die zweiten großen Backenzähne durch. Mit ca. vierzehn Jahren ist das bleibende Gebiss mit Ausnahme der Weisheitszähne komplett. Die Weisheitszähne erscheinen als letzte etwa ab dem sechzehnten Lebensjahr. Sie vervollständigen das bleibende Gebiss, das im Regelfall 32 Zähne umfasst.
Der Durchbruch der Weisheitszähne bereitet nicht selten große Probleme, da sich im Laufe der menschlichen Entwicklungsgeschichte das Gebiss zurückentwickelt hat. So sind heute die Kiefer im Verhältnis zur Zahngröße oftmals zu klein, mit der Folge, dass hauptsächlich im Unterkiefer die Weisheitszähne nicht mehr genügend Platz finden. Sie können nicht mehr durchbrechen und bleiben im Kieferknochen liegen oder ihre Krone erscheint nur teilweise in der Mundhöhle. Der Rest bleibt unter einer Kapuze aus Zahnfleisch versteckt, die einen idealen Schlupfwinkel für Speisereste und Bakterien darstellt und auch nicht sauber zu halten ist. Heftige mit Eiterbildung einhergehende Entzündungen können sich entwickeln und die chirurgische Entfernung des Zahnes notwendig machen.
Verspäteter Zahndurchbruch, Retention und Verlagerung
Zahndurchbruchsverzögerungen, das Verbleiben eines Zahnes im Kieferknochen (Retention) und Zahnverlagerungen kommen hauptsächlich bei bleibenden Zähnen vor. Sie werden in erster Linie von Durchbruchshindernissen hervorgerufen. Derartige Durchbruchsbehinderungen beobachtet man oft bei einem Engstand der Zähne und bei Zahnmissbildungen, aber auch andere Ursachen können vorliegen. Durchbruchsbehinderungen können sich sehr nachteilig auf das Gebiss auswirken.
Als Beispiel für häufige Retention und Verlagerung kann der obere Eckzahn genannt werden. Durch Platzeinengung und ungünstige Durchbruchsrichtung wird er nicht selten am normalen Durchbruch in die Mundhöhle gehindert. Mit kieferorthopädischen bzw. kieferorthopädisch-chirurgischen Maßnahmen lässt er sich aber meist einordnen.
Das Ausbleiben eines bleibenden Zahnes äußert sich im Wechselgebiss meist durch Nichtausfall des Milchzahnes. Zur endgültigen Diagnose ist ein Röntgenbild erforderlich.
Unser Tipp:
- Regelmäßiges Zähneputzen nach jeder Mahlzeiten
- Zweimal jährlich zur Kontrolle zum Zahnarzt möglichst wenig Zucker - vor allem keine süßen Zwischenmahlzeiten
- Anwendung von Fluoriden zur Zahnschmelzhärtung