Das Amt für Kreisstraßen, Wasserwirtschaft und Deiche

- Bauarbeiten an der Ortsumgehung Hage
Das Amt für Kreisstraßen, Wasserwirtschaft und Deiche hat die vielfältigen Aufgaben des Straßenbaulastträgers, der unteren Wasserbehörde und der unteren Deichbehörde zu erfüllen. Insgesamt sind dafür im technischen Dienst und Verwaltungsbereich rund 100 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter tätig. Untergebracht ist das Amt im Dienstgebäude Georgsheil. Dort befindet sich neben der Verwaltung auch die Kreisstraßenmeisterei mit ihrem speziellen Fuhrpark und einer eigenen Werkstatt.
Vorrangige Aufgabe der Straßenbauverwaltung und der Kreisstraßenmeisterei ist die Unterhaltung und der Betrieb der etwa 400 km Kreisstraßen und 220 km Radwege. Das umfasst die erforderlichen Unterhaltungs- und Pflegearbeiten und die Sicherstellung des Winterstreudienstes sowie Verkehrssicherungsmaßnahmen nach dem Niedersächsischen Straßengesetz.
Für die Planungsabteilung sind derzeit das Planfeststellungsverfahren für den Ausbau der Ortsdurchfahrt Moordorf mit der Reaktivierung der Bahnstrecke Aurich-Abelitz sowie die Planungen zur Anbindung der Bundesstraße B 210 im Bereich Georgsheil/Uthwerdum an die Autobahn A 31 von besonderer Bedeutung. Aktuell erfolgt zudem der Bau der Ortsumgehung Hage. Daneben stehen mittel bis langfristig die Erhöhung der Attraktivität des öffentlichen Personennahverkehrs (ÖPNV) und die Fortführung des Radwegeprogramms auf dem Plan.
Die untere Wasserbehörde nimmt insbesondere die Aufgaben nach dem Niedersächsischen Wassergesetzes wahr. Hierzu zählt seit Jahren die Nachrüstung der Kleinkläranlagen auf den heutigen Stand der Technik. Von rund 13.500 betriebenen Anlagen wurden bislang 9.500 nachgerüstet. Damit konnte bereits ein erheblicher Beitrag für die Verbesserung der Wasserqualität in unseren Gewässern erreicht werden. Aber auch die zentralen Kläranlagen werden unter Begleitung der unteren Wasserbehörde auf einem hohen Niveau betrieben und modernisiert.
Der Gewässerschutz allgemein nimmt einen weiten Raum ein. Alle Maßnahmen der Gewässerüberwachung, des vorbeugenden Grundwasserschutzes und der Abwehr von Gefahren, z. B. infolge von Ölunfällen oder unzulässigen Gewässerbenutzungen, sind auf die Reinhaltung der oberirdischen Gewässer und vor allem des Grundwassers gerichtet. Hauptaufgabe in den kommenden Jahren wird daher die Ausweisung und Erweiterung von Wasserschutzgebieten sein, um auch künftig Trinkwasser von hoher Qualität vor Ort gewinnen zu können.
Für die untere Deichbehörde ist der Schutz der Hauptdeiche eine ständige Herausforderung, die in enger Zusammenarbeit mit den Deichachten und den für den Küstenschutz sonst zuständigen Behörden bislang erfolgreich bewältigt worden ist. Neben der Wahrnehmung der Aufgaben nach dem Niedersächsischen Deichgesetz ist in den kommenden Jahren angesichts des Klimawandels die erforderliche Anpassung der Deiche an einen ansteigenden Meeresspiegel und heftigere Wetterunbilden zu begleiten.
Über die Deichachten, Entwässerungsverbände und Wasser- und Bodenverbände üben die untere Deich- und Wasserbehörde zudem die Fachaufsicht aus.
Darstellung der aktuellen Baumaßnahmen
Weitere Informationen finden Sie auf der Seite "Aktuelle Baumaßnahmen".