Der weite Himmel

Der weite Himmel über Ostfriesland bleibt den meisten Urlaubern in ihrem Gedächtnis haften. Die Region verbindet man daneben auch gern mit Sympathie-Begriffen wie Inseln und Küste, Wasser und Strand, reine Luft und unberührte Natur.

Insbesondere die Gäste aus den Ballungsräumen schätzen an Ostfriesland und an den Ostfriesen die Beschaulichkeit und – fern der Hektik der Großstädte - den hier immer noch anzutreffenden natürlichen Rhythmus, den die Gezeiten, den der Wechsel von Tag und Nacht, den das Wetter und den die Natur im allgemeinen den hier wohnenden Menschen vorgegeben haben.

Da wundert es nicht, dass der Ostfriesland-Urlauber unberührte Natur und gepflegte Kulturlandschaften nicht nur im Bereich des Nationalparks „Niedersächsisches Wattenmeer“ findet. Der Lebensraum Wattenmeer – halb Land und halb Wasser – ist auf der ganzen Welt einzigartig. Das Wattenmeer zieht sich von den Niederlanden entlang der niedersächsisch/schleswig-holsteinischen Küste bis nach Dänemark hin. Es liegt deshalb auf der Hand, dass die Anrainerstaaten dieses Biotop jetzt als Weltkulturerbe bei der UNESCO anmelden wollen.

Aber auch ohne dieses Prädikat ist der Naturpark „Niedersächsisches Wattenmeer“ bereits ein Pfund, mit dem der Landkreis Aurich im Tourismus wuchern kann. Für den Erholung suchenden Urlauber (und für die Bewohner der Region) sind auch die übrigen Anstrengungen des Landkreises Aurich im Bereich Naturschutz von Interesse, stellen die doch – jedes für sich und dann wieder alle gemeinsam – interessante Ziele für die Naherholung und für den Tagestourismus dar.

Fremde und Einheimische erhalten so an vielen Stellen des Kreisgebietes einen informativen Einblick in früher hier anzutreffende Naturräume und Lebensgemeinschaften, in besondere Tier- und Pflanzenwelten, in die jeweilige Bedeutung einzelner Bäume und Ensembles.

Gelegenheit hierzu bieten allein 13 Naturschutzgebiete, 26 Landschaftsschutzgebiete, 108 Naturdenkmale, 18 geschützte Landschaftsbestandteile, 2.200 km Wallhecken und 14.000 ha geschützte Biotope, die zusammen rund 10,8 Prozent des festländischen Kreisgebietes ausmachen – die Inseln und den Nationalpark einmal bewusst heraus gerechnet.

Hinzu kommen weitere 13.900 ha, die nach der EU-Vogelschutzrichtlinie mit einem so genannten „Verschlechterungsgebot“ geschützt sind, sowie 3.874 ha geschützter Flächen nach der EU-Richtlinie Fauna-Flora-Habitat (FFH) zur Erhaltung der natürlichen Lebensräume und der wild lebenden Tiere und Pflanzen. Der Nationalpark schließlich nimmt im Landkreis 62.178 ha ein – die allerdings größtenteils im Wattenbereich angesiedelt sind.